Kindersprachscreening

Kindersprachscreening (Kiss)

Das Kindersprachscreening "KiSS" ist ein wissenschaftlich fundiertes, systematisch-standardisiertes Verfahren zur Überprüfung des Sprachstands von ein- oder mehrsprachigen Kindern im Alter von vier bis viereinhalb Jahren mit und ohne Migrationshintergrund durch pädagogische Fachkräfte in hessischen Kindertagesstätten. 


Worum geht es bei dem Kindersprachscreening (KiSS)?

Ziel ist es, die Bildungschancen aller Kinder in hessischen Kindertageseinrichtungen vor Schuleintritt zu verbessern, denn Sprache ist der Schlüssel zu späterem schulischem und beruflichem Erfolg. Mit KiSS sollen die sprachlichen Kompetenzen und Kommunikationsfähigkeiten der Kinder möglichst ganzheitlich erfasst werden. 


Wie wird das Kindersprachscreening durchgeführt?

Das Screening wird mit jedem Kind einzeln von geschulten pädagogischen Fachkräften (KiSS-Erzieherinnen und -Erzieher) in den Kindertageseinrichtungen durchgeführt. Innerhalb von etwa einer Viertelstunde werden mit gezielten Fragen zu einem Bild alle Ebenen der Sprachentwicklung überprüft: Spontansprache, Sprachverständnis, Wortschatz, Aussprache und Grammatik. 

Zusätzlich zu dem Screening werden Beobachtungen der Eltern sowie der Bezugspersonen im Kindergarten mit einem Fragebogen erhoben. Die Zusammenfassung aller erhobenen Daten führt nach der Auswertung durch die KiSS-Sprachexpertinnen und -Sprachexperten zu den Ergebnissen: sprachlich unauffällig, sprachpädagogisch förderbedürftig und medizinisch abklärungsbedürftig. Somit können frühzeitig notwendige Maßnahmen wie Sprachförderung im Alltag oder weiterführende Diagnostik und Sprachtherapie eingeleitet werden.  

Die KiSS-Sprachexpertinnen und -Sprachexperten schulen, begleiten und beraten auch die KiSS-Erzieherinnen und -Erzieher. 

Zu diesem Zweck arbeitet das Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises mit Sprachexperten zusammen. Sie führen Nachprüfungen von medizinisch auffälligen Kindern durch und stellen auch Rückfragen bei nicht eindeutigen oder widersprüchlichen Ergebnissen bzw. Hinweisen aus den Fragebögen. Erst dann wird ein Elternbrief ausgestellt, in dem beobachtete Auffälligkeiten aufgeführt sowie eine Empfehlung ausgesprochen werden. 


Lehrer der ein Kind unterrichtet

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