Wohngeld

Wohngeld

Wohngeld gibt es als Mietzuschuss für Personen, die Mieterinnen oder Mieter einer Wohnung sind oder auch als Lastenzuschuss für Eigentümerinnen und Eigentümern von selbst genutztem Wohnraum.

  • Was ist Wohngeld?

    Wohngeld ist ein Zuschuss zu den Unterkunftskosten. Wer nicht genügend Geld hat, um die Miete oder Ausgaben für das eigene Haus zahlen zu können, kann einen Antrag stellen. Mit dem Wohngeld kann aber nur ein Teil und nie die gesamten Unterkunftskosten bezahlt werden. Es müssen immer noch genügend eigene Einnahmen oder Ersparnisse vorhanden sein,  um den Lebensunterhalt und die restlichen Unterkunftskosten bezahlen zu können.

    Wohngeld muss nicht zurückgezahlt werden.

    Man unterscheidet zwischen Mietzuschuss und Lastenzuschuss.

    Mietzuschuss ist ein Zuschuss für die Miete (in einer Mietswohnung oder einem Heim), Lastenzuschuss ein Zuschuss für die Unterkunftskosten von Eigenheimbesitzer:innen bzw. Erbbauberechtigten.

  • Wie kann ich Wohngeld bekommen?

    Wohngeld wird nur auf Antrag gezahlt. Es gibt verschiedene Anträge für Mieter*innen, Eigentümer*innen und Heimbewohner*innen.

  • Ab wann wird Wohngeld gezahlt?

    Bewilligt wird ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wird.

    Grundsätzlich wird für 12 Monate bewilligt, es sei denn, es gibt Gründe für einen kürzeren     (z. B. geplanter Umzug, Arbeitsaufnahme) oder auch längeren Bewilligungszeitraum.

    Wohngeld verlängert sich nicht automatisch. Nach Ende des Bewilligungszeitraumes muss ein neuer Antrag gestellt werden.

  • Wer kann Wohngeld beantragen?

    Wohngeld kann nur der/die Mieter:in einer Wohnung oder Heimbewohner:in bzw. der/die Eigentümer:in bzw. Erbbauberechtigte eines Hauses beantragen. Voraussetzung ist auch, dass man selbst in der Wohnung lebt

  • Wie errechnet sich das Wohngeld?

    Die Höhe des Wohngeldes ist abhängig von :

    •  Unterkunftskosten
    •  der Anzahl der Haushaltsmitglieder
    •  deren Einkommen

    Aus diesen drei Faktoren errechnet sich das Wohngeld. Da dies in jedem Fall anders ist, können keine Pauschalen Angaben gemacht werden.

  • Was gehört zu den Unterkunftskosten bei einem Mietverhältnis?

    Bei einem Mietverhältnis gehören die Grundmiete und die Betriebskosten zu den Unterkunftskosten.

    Bei einem Erstantrag sind der Mietvertrag, Nachweise über die Betriebskosten und evtl. eine Mietbescheinigung vorzulegen.

  • Was gehört zu den Unterkunftskosten bei einem Eigenheim?

    Für Bewohner:innen eines Eigenheimes wird eine Lastenberechnung vorgenommen. Berücksichtigt werden eine Pauschale für Instandhaltung und Betriebskosten für die Wohnfläche (36,00€/m²), die Grundsteuer B sowie Zinsen und Tilgungsbeiträge für Hausdarlehen (nicht für Renovierung oder Möbel).

    Bei einem Erstantrag ist eine Wohnflächenberechnung, der aktuelle Bescheid der Grundsteuer B und evtl. Fremdmittelbescheinigungen und Jahreskontoauszüge der Hausdarlehen vorzulegen. Belege über Betriebskosten (z.B. Wasser-, Kanal- oder Müllgebühren) sind nicht erforderlich.

  • Was gehört nicht zu den Unterkunftskosten?

    Stromkosten gehören zu den allgemeinen Verbrauchskosten und zählen somit nicht zu den Unterkunftkosten.

    Kosten für eine Garage werden auch nicht berücksichtigt, da es sich nicht um Wohnraum handelt.

  • Werden Heizkosten berücksichtigt?

    Heizkosten werden nicht in tatsächlicher Höhe berücksichtigt.

    Die errechneten Unterkunftskosten erhöhen sich aber um einen Betrag zur Entlastung bei den Heizkosten, der nach Personenzahl gestaffelt ist:

    1 Person                     14,40 €

    2 Personen                18,60 €

    3 Personen                22,20 €

    4 Personen                  5,80 €

    5 Personen                29,40 €

    jede weitere Person  3,60 €


  • Werden immer die tatsächlichen Unterkunftskosten berücksichtigt?

    Grundsätzlich werden die errechneten Unterkunftskosten zuzüglich des Betrages zur Entlastung bei den Heizkosten berücksichtigt.

    Sind die tatsächlichen Unterkunftskosten aber höher als der Höchstbetrag, wird immer von diesem ausgegangen.

  • Wie hoch sind die Höchstbeträge im Vogelsbergkreis?

    Die Höchstbeträge sind gesetzlich festgelegt und richten sich nach dem vom Statistischen Bundesamt ermittelten durchschnittlichen Mietniveau. Der Vogelsbergkreis wurde der Mietenstufe I zugeordnet.

    Die Höchstbeträge sind gestaffelt nach Personenzahl:

    1 Person                      338,00 €

    2 Personen                 409,00 €

    3 Personen                 487,00 €

    5 Personen                 649,00 €

    jede weitere Person   77,00 €

  • Wer zählt zum Haushalt?

    Alle Personen, die in der Wohnung leben, müssen angegeben werden. Dies ist wichtig für die Aufteilung der Unterkunftskosten.

    In der Wohngeldberechnung werden aber nur die Personen berücksichtigt, mit denen man einen gemeinsamen Haushalt führt.

    Dies können sein:

    • Partner:innen (Ehegatten, Lebenspartner:innen, Partner:innen einer Verantwortungs- und Einstandsgemeinschaft)
    • Kinder, Enkel, Eltern, (Ur-) Großeltern
    • Geschwister, Onkel, Tanten, Neffen , Nichten
    • Schwiegereltern,- kinder, Stiefkinder, Stiefeltern
    • Schwager, Schwägerin
    • Pflegeeltern,- kinder
  • Gibt es auch Personen im Haushalt, die keinen Anspruch auf Wohngeld haben?

    Ja. Personen, die Lebensunterhalt und Unterkunftskosten nach dem SGB II, SGB XII oder AsybLG erhalten, haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Wohngeld.

    Ein Anspruch besteht nur, wenn diese Leistungen als Darlehen gewährt werden oder das Wohngeld höher ist. Dann gibt es keine Leistungen mehr nach dem SGB II oder SGB XII.

    Ein gleichzeitiger Bezug von Wohngeld und Leistungen nach dem SGB II, SGB XII oder AsylbLG ist grundsätzlich ausgeschlossen.

    Aber: keine Regel ohne Ausnahme! Bitte sprechen Sie uns daher an!

  • Was gehört zum Einkommen?

    Zum Einkommen gehören grundsätzlich alle Einnahmen, unabhängig davon, ob sie einmalig oder regelmäßig anfallen, ob es sich um Arbeitseinkommenn, Rente, Arbeitslosengeld, geringfügige Einkünfte (z. b. Mini-Job), Unterhalt, staatliche Leisungen, Abfindungen oder ähnliches handelt.

  • Wird das gesamte Einkommen berücksichtigt?

    Bei der Wohngeldberechnung wird das Einkommen sämtlicher Haushaltsmitglieder berücksichtigt, also z. B. auch die Ausbildungsvergütung eines Kindes oder das geringfügige Entgelt für das Austragen von Zeitungen, das Putzen in einem Haushalt oder sonstiges sozialversicherungsfreies Einkommen.

    Natürlich gibt es Einnahmen, die nicht angerechnet werden (z. B. Pflegegeld). Geben Sie bitte trotzdem bei Antragstellung alle Einnahmen an, damit das Wohngeld richtig berechnet werden kann.

    Bei der Berechnung des Wohngeldes wird zunächst vom Bruttoeinkommen ausgegangen.

    Davon werden Werbungskosten, ggf. Kinderbetreuungskosten, pauschale Abzüge für Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, Freibeträge wegen Kindererziehung, Schwerbehinderung, Grundrentenanspruch oder für Kinder mit Erwerbseinkommen und Unterhaltszahlungen abgesetzt.

  • Können Heimbewohner:innen Wohngeld beantragen?

    Bewohner:innen von Pflegeeinrichtungen oder besonderen Wohnformen haben grundsätzlich auch einen Anspruch auf Wohngeld.

  • Haben Auszubildende oder Studierende einen Anspruch auf Wohngeld?

    Grundsätzlich haben Studierende oder Auszubildende, wenn es sich um ihre erste Ausbildung handelt und sie alleine in einem Haushalt leben, keinen Anspruch auf Wohngeld. Für sie sind andere Förderungsmöglichkeiten nach dem BAföG oder SGB II möglich.

  • Ist Wohngeld vermögensabhängig?

    Wenn das erste Haushaltsmitglied über 60.000,00 € Vermögen verfügt und jedes Weitere über 30.000,00 € , besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Wohngeld.

  • Was ist, wenn sich während der Bewilligung etwas ändert?

    Wenn sich Änderungen im Bewilligungszeitraum ergeben (z. B. Umzug, Verringerung des Einkommens, Einzug einer weiteren Person) müssen Sie dies unmittelbar der Wohngeldstelle mitteilen. Es wird dann geprüft, ob das Wohngeld gleich bleibt, sich erhöht oder verringert.

    Bei einem Umzug muss sofort ein neuer Antrag für die neue Wohnung gestellt werden. Wenn Sie umziehen und dies erst später mitteilen, müssen Sie das Wohngeld für die alte Wohnung zurückzahlen und erhalten erst wieder ab erneuter Antragstellung Wohngeld für die neue Wohnung.

  • Was passiert, wenn unrichtige oder unvollständige Angaben gemacht werden?

    Hier gilt:

    Wer falsche oder unrichtige Angaben macht und deshalb zu viel Wohngeld bekommt, muss es zurückzahlen. Deshalb müssen Sie nicht nur im Antrag, sondern auch während der Bewilligung unverzüglich mitteilen, wenn sich die Zahl der Haushaltsmitglieder, deren Einkommen oder die Unterkunftskosten ändern.

    Wenn Sie nicht sicher sind, ob die Änderung Auswirkung auf das Wohngeld hat, setzen Sie sich bitte mit der Wohngeldstelle in Verbindung.

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Wohngeldstelle und auf der Internetseite des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat BMI


Zurück zum Bereich "Soziales"

Kontakt

Real estate investment. Saving money concept
Keine Abteilungen gefunden.