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Gleichstellungsbeauftragte Emmermann zum Gewaltschutztag am 25.11.: Frauen haben das Recht, sich gegen Gewalt zu wehren

22.11.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Emmermann: Frauen haben das

Recht, sich gegen Gewalt zu wehren

Erklärung der Kreis-Gleichstellungsbeauftragten zum

bundesweiten Gewaltschutztag am 25. November

VOGELSBERGKREIS ( ). Die Gleichstellungsbeauftragte des Kreisausschusses, Kreisbeigeordnete Sylke Emmermann, hält es anlässlich des bundesweiten „Aktionstages gegen Gewalt gegen Frauen“ für notwendig, „das Tabu-Thema noch mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.“ Es gelte ein öffentliches Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es für Frauen die Normalität sein müsse, ein Leben ohne Unterdrückung und Gewalt führen zu können. In vielen Beziehungen und Familien sei jedoch Gewalt an der Tagesordnung.

Das Bundes-Gewaltschutzgesetz und die verschärfte Handhabung des Hessischen Polizeigesetzes mache es glücklicherweise prügelnden Ehemännern immer schwieriger, ihre Gewalt zu rechtfertigen bzw. zu verbergen. Frauen würden selbstbewusster und begäben sich zu ihrem und zum Schutz ihrer Kinder in die Beratung von Polizei und Beratungsgruppen. Der Verein „Frauen helfen Frauen“, der Träger des Vogelsberger Frauenhauses sei, leiste hierbei „unverzichtbare Arbeit“. Der Polizei ist Sylke Emmermann für „kompetentes, zielgerichtetes, energisches und dennoch einfühlsames Handeln“ enorm dankbar.

„Frauen haben das Recht, sich gegen Gewalt zu wehren“, betont die Gleichstellungsbeauftragte. Die Polizei könne jedoch nur dann erfolgreich handeln, wenn sie wisse, dass das Durchsetzen von Rechten in einem voll akzeptierten gesellschaftlichen Klima erfolge. Gewalt gegen Frauen dürfe daher „weder zu Achselzucken noch zu klammheimlicher Freude“ führen. Die zum Teil verbreitete mangelnde Ablehnung von Gewalt gegen Frauen müsse öffentlich gebrandmarkt werden. Nur durch offenkundige und öffentliche Ächtung könnten Gewalttäter spüren, dass sie sich nicht auf vermeintliches Verständnis stützen könnten. Die Gleichstellungsbeauftragte halte vorbeugende Aufklärung, Schutz der Betroffenen und deren nachhaltige Ermutigung für unverzichtbar, damit „die zivile Gesellschaft auch wirklich für alle Frauen ein humanes Antlitz tragen kann“, heißt es abschließend in der Erklärung der Gleichstellungsbeauftragten.