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120 Schüler aus Lauterbach und Alsfeld lernten Altenpflege kennen

22.11.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Wie fühlt sich das an: alt sein?

Altenpflegeschule lud Schüler ein

Ein besonderer Tag der offenen Tür: 120 junge Leute aus Lauterbach und Alsfeld machten eindrucksvolle Erfahrungen

VOGELSBERGKREIS ( ). „Viel nachhaltiger als ein Tag der offenen Tür – hier konnten junge Menschen bleibende Erfahrungen sammeln.“ So kommentiert die Leiterin der Aenne-und-Konrad-Geisel-Schule, Monika Luh, ein erfolgreiches Projekt in ihrer Einrichtung. 120 Schülerinnen und Schüler aus 9. und 10. Klassen der Haupt- und Realschule Alsfeld und der Eichbergschule Lauterbach waren ihrer Einladung gefolgt zu einem „Spiel des Lebens“. Die jungen Leuten hatten in einer Doppelstunde Gelegenheit, sich der Frage zu nähern: Wie fühlt sich das eigentlich an: alt sein? Unterstützt wurde das Projekt vom Hessischen Sozialministerium mit dem Ziel, für die Attraktivität des anspruchsvollen Berufsbilds Altenpflegerin/Altenpfleger zu werben.

Mit Spaß und Ernst zugleich versetzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit verschiedenen Hilfs- oder auch „Hinderungs“-Mitteln in drei unterschiedliche Altersstufen und konnten in Rollenspielen unterschiedliche Situationen gegenseitiger Erwartungshaltungen von Pflegern und Gepflegten „testen“. Durch diese „kreative Unterrichtsmethode“ gewannen die Schülerinnen und Schüler eine einzigartige Selbsterfahrung innerhalb verschiedener Lebensabschnitte.

Wie muss geholfen werden, wenn die Bewegungsabläufe eingeschränkt sind? Wie fühlt sich „Umbetten“ an? Wie funktioniert Anziehen, wenn die Arme nicht richtig bewegt werden können? Diesen und vielen anderen Fragen widmeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Spiels des Lebens“ nicht in Form eines Vortrages, sondern durch konkretes Erleben und hatten durch den direkten Vergleich der drei Lebenssituationen „Jugend“, „Erwachsen“ und „Alter“ die Gelegenheit, nicht nur darüber nachzudenken, sondern zu fühlen, worauf es bei dem wichtigen Beruf des Altenpflegers ankommt. Unterstützen, motivieren, kollegial sein und die nötige zu gebende Unterstützung bewusst als Hilfe zur Selbsthilfe verstehen – das waren wichtige Lernkategorien an diesem ereignisreichen Tag in der Aenne-und-Konrad-Geisel-Schule.

Jede Schulklasse erhielt zum Abschluss eine Urkunde. Auf dieser ist festgehalten: Das „Spiel des Lebens“ wurde von der Schulklasse mit sehr gutem Erfolg absolviert. Bei der Durchführung des Spiels wurde besonders auf das Verhalten untereinander und die „Hilfe zur Selbsthilfe“ geachtet. Schulleiterin Monika Luh ist begeistert: „Unsere Altenpflegeschule konnte sich umfassend präsentieren und die Schülerinnen und Schüler konnten sich nachhaltig über ein hochinteressantes Berufsbild informieren."