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Am Montag in Grebenhain / am Dienstag in Groß-Felda: Theaterstück gegen sexuelle Gewalt

17.10.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Das „Nein-Sagen“ lernen und

das Selbstbewusstsein steigern

Gegen sexuelle Gewalt: Theaterprojekt der

Gleichstellungsbeauftragten in Grebenhain und Groß-Felda

VOGELSBERGKREIS ( ). Nach dem großen Erfolg im Herbst vergangenen Jahres, als die Vogelsberger Gleichstellungsbeauftragte Sylke Emmermann in Schlitz und Mücke erstmals ein Theaterprojekt gegen sexuellen Missbrauch initiiert hatte, kündigt sie nun für kommende Woche eine Neuauflage dieser Aktion an. Das Mathom-Theater wird diesmal in Grebenhain und Groß-Felda zu Gast sein. Die Termine für die Eltern der Grundschulkinder, die das Stück am darauffolgenden Tag während des Unterrichts anschauen werden, sind: Montag, 21. Oktober, 20 Uhr, Grebenhain, Bürgerhaus, und Dienstag, 22. Oktober, 20 Uhr, Groß-Felda, Feldahalle. Im Anschluss an das Theaterstück können die Eltern mit Fachleuten über das Thema sexuelle Gewalt diskutieren.

Sylke Emmermann verwirklicht das Theaterprojekt in Zusammenarbeit mit der Oberwaldschule Grebenhain und der Grundschule Feldatal in Groß-Felda, dem „Verein Zartbitter“ und dem Polizeipräsidium Osthessen und dankt in diesem Zusammenhang ganz besonders Hasso Hofmann und Wolfgang Taschner, die das Projekt sehr gut eingebettet sehen in das Programm „Schule machen ohne Gewalt“ (SMOG).

Gezeigt wird das Theaterstück „Finger weg von Julia“, das vom Mathom-Theater aus Melle sehr einfühlsam und wirkungsvoll in Szene gesetzt wird. Es ist vorgesehen, das Theaterstück zunächst in einem Elternabend zugänglich zu machen und hier entsprechende Diskussionen anzuregen, um dann am jeweils folgenden Tag, die Theateraufführungen für die Kinder durchzuführen. Es handelt sich bei dem Theaterstück „Finger weg von Julia“ um ein sogenanntes Präventionstheaterstück, das einfühlsam die Kinder gemeinsam mit ihren Pädagogen in die schwierige Thematik einführen soll. Inhaltliches Ziel des Stückes ist es, dass die Kinder lernen sollen, selbst über ihren Körper zu bestimmen und auch gegenüber Erwachsenen in bestimmten Situationen mit gutem Gewissen „Nein“ zu sagen.

Sylke Emmermann hofft auf große und lebhafte Resonanz bei den Eltern und den Lehrern. Nach den Theateraufführungen gibt es jeweils Möglichkeiten zur Diskussion mit den beteiligten, fachkompetenten Personen. Weiterhin ist geplant, so die Gleichstellungsbeauftragte, eine aktive Nachbereitung des Projektes anzubieten, beispielsweise durch begleitende Fortbildungsmaßnahmen für Lehrerinnen und Lehrer zu diesem schwierigen Themenkomplex. Sylke Emmermann freut sich darüber, dass die Grundschulen das Theaterprojekt in den Unterricht einbeziehen.