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Gesundheitsamt rät Afrika- und Indien-Reisenden zu Impfung gegen Meningitis

02.10.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Wichtig für Afrika- und Indien-

Reisende: Meningitis-Impfung

Vogelsberger Gesundheitsamt warnt:

Ansteckungs-Gefahr nicht unterschätzen

VOGELSBERGKREIS ( ). Ob per Fahrrad durch die Sahara, mit dem Rucksack durch Indien oder Trampen in China – Erlebnis-Urlaub hat Konjunktur. Wer Land und Leuten so nahe kommt, steht auch mit den heimischen Mikroben "auf Du und Du". Bei engem Kontakt von Mensch zu Mensch werden beispielsweise Meningokokken weitergegeben. Diese Bakterien – nicht zu verwechseln mit „FSME“ - lösen lebensbedrohliche Infektionskrankheiten aus, in Form einer Hirnhautentzündung und/oder Blutvergiftung. Etwa jeder fünfte bis zehnte Mensch gibt den Erreger weiter, ohne selbst zu erkranken. Aus Gebieten, in denen gerade eine Meningokokken-Epidemie herrscht, werden häufig Erkrankungen eingeschleppt. Impfungen schützen nicht nur die Globetrotter, sondern auch ihre Lieben daheim.

Meningokokken sind weltweit verbreitet. Von Dezember bis Juni kommen Ausbrüche verstärkt im afrikanischen "Meningitis-Gürtel" südlich der Sahara vor. Derzeit melden dort viele Länder größere Ausbrüche. Besonders stark betroffen sind Äthiopien, Niger und Burkina Faso. Von November bis Mai häufen sich auch in Indien - vor allem Nordindien - und Nepal die Fälle.

Für Reisen in diese Gebiete eignet sich ein Polysaccharid-Impfstoff gegen die Typen A und C. Saudi-Arabien verlangt in der Zeit der Mekka-Wallfahrten von Pilgern und Besuchern der Umra eine Bescheinigung über eine Impfung mit Vierfach-Impfstoff (Polysaccharidimpfstoff gegen Typen A, C, Y und W135).

Da Polysaccharid-Impfstoffe im Gegensatz zu Konjugat-Impfstoffen einen zeitlich begrenzten Schutz bieten, muss bei weiterbestehendem Risiko alle drei Jahre nachgeimpft werden. Wenn ein langfristiger Schutz gegen Typ C erreicht werden soll, ist es sinnvoll, zunächst mit einem C-Konjugatimpfstoff zu beginnen und im Mindestabstand von sechs Monaten mit einem Polysaccharidimpfstoff nachzuimpfen.

Zu Fragen der Menigokokkenimpfungen informiert der Hausarzt oder das Kreis-Gesundheitsamt in Lauterbach (06641) 977-401 oder in Alsfeld (06631) 792-63.