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Michael Hebel in den Ruhestand verabschiedet

23.07.2020

Michael Hebel (unten, Mitte) wurde nach 40 Jahren Arbeit beim Vogelsbergkreis von Landrat Manfred Görig (rechts), dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Jens Mischak (links), Dagmar Scherer, Leiterin des Jugendamts und Michael Facius, Leiter des Sachgebiets Besondere Soziale Dienste, in den Ruhestand verabschiedet. Foto: Jennifer Sippel / Vogelsbergkreis

Jugendgerichtshilfe war sein Steckenpferd

40 Jahre hat Michael Hebel aus Fulda als Sozialarbeiter beim Vogelsbergkreis gearbeitet. Jetzt wurde er im Rahmen einer kleinen Feierstunde von Landrat Manfred Görig und Erstem Kreisbeigeordneten Dr. Jens Mischak in den Ruhestand verabschiedet.

Seit 1990 war Hebel ausschließlich in der Jugendgerichtshilfe tätig und nahm Termine bei Jugendgerichten in Alsfeld und Büdingen sowie bei der Jugendkammer des Landgerichts Gießen wahr. Zu seinem Aufgabenfeld gehörte auch der enge Kontakt zu Bearbeitern von Jugendstrafsachen bei Polizeidienststellen sowie Präventionsarbeit.  Beispielsweise wirkte er mehrmals im Jahr bei sogenannten FreD-Kursen (Frühintervention bei erstauffälligen Drogenkonsumenten) mit.

Viel Lob für seine engagierte Arbeit bekam Hebel unter anderem von Landrat Manfred Görig, Jugendamtsleiterin Dagmar Scherer und dem Leiter des Haupt- und Personalamtes, Ulrich Schäfer: „Herzlichen Dank für die geleistete Arbeit über diesen langen Zeitraum.“ Dr. Mischak bedankte sich ebenfalls bei Hebel. „Aus meiner Zeit als Richter kann ich sagen, wie wichtig die Jugendgerichtshilfe ist. Ich war immer dankbar, wenn jemand von der Jugendgerichtshilfe dabei war.“

Landrat Görig bezeichnete Hebel als einen zu 100 Prozent zuverlässigen Kollegen, der seine Arbeit auch nach 40 Jahren mit großem Elan ausführe. Dies sei umso bemerkenswerter, da er einige Jahren als „Einzelkämpfer“ tätig gewesen sei und erst seit kurzer Zeit zwei weitere Mitarbeiter in diesem Bereich arbeiten.

Michael Hebel sei nicht nur bei Kollegen und Vorgesetzten beliebt. „Durch Gespräche mit Richtern und Anwälten ist mir bekannt, dass Sie von diesen eine hohe fachliche Wertschätzung erfährt“, lobte der Landrat. Hebel verstehe es, „seinen“ Jugendlichen in leichter Sprache zu verdeutlichen, in welcher Situation sie sich befinden und welche Konsequenzen daraus erwachsen können, sollten sie ihr Verhalten nicht ändern.

„Wir werden dich und deine Erfahrung nur schwer ersetzen können. Jugendgerichtshilfe und Michael Hebel – das gehörte irgendwie zusammen. Du wirst uns fehlen“, sagte Amtsleiterin Scherer abschließend.