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Bienenexperten aus dem gesamten Kreisgebiet

30.06.2020

Hans Heinrich Rehberger (Zweiter von links) wurde gemeinsam mit Günter Euler, Gerhard Roth, Friedel Berck, Günter Lemmer, Günter Klein und Walter Pohl von Dr. Robert Risse (ganz links), Dr. Maria Dolderer-Litmeyer und Landrat Manfred Görig auf drei weitere Jahre zu Bienensachverständigen bestellt. (Foto: Christian Lips Vogelsbergkreis)

Sieben Bienensachverständige wurden auf weitere drei Jahre für wichtige Aufgaben bestellt

Vogelsbergkreis. „Wie wichtig die Arbeit der Bienensachverständigen im Vogelsbergkreis ist, hat sich erst vor einigen Wochen gezeigt“, sagt Landrat Manfred Görig (SPD) bei der Bestellung der acht Bienensachverständigen, die ausnahmslos schon auf lange Diensterfahrung zurückblicken können. Bei einem Ausbruch der „Bösartigen Faulbrut“, einer anzeigepflichtigen bakteriellen Bienenseuche, die die Bienenlarven befällt und tötet, unterstützten einige Bienensachverständige die Arbeit des Veterinäramtes in der Stadt Grebenau bei der Feststellung und Eindämmung der Seuche.

Im Vogelsbergkreis gibt es zur Zeit acht dieser speziell ausgebildeten Imker, die mindestens fünf Jahre praktische Erfahrung in der Bienenhaltung gesammelt haben müssen, bevor sie zusätzliche Ausbildungen durchlaufen. Nach der Qualifizierung unterstützen sie das Veterinäramt bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Bienenseuchen und -krankheiten und sind Ansprechpartner und Berater für Imker. Sie beantworten beispielsweise Fragen zu Bienenständen oder zur Bienenhaltung. „Sachverständige sind wichtig, denn neben den Insekten und Wildbienen gehört auch die Honigbiene zu einem intakten Naturraum – die Tiergesundheit auch dort im Blick zu haben ist unerlässlich. Außerdem ist ein ständiger Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen Veterinäramt und Imkern ausgesprochen hilfreich“, führt Landrat Görig aus. Die Beratung von Imkern vor Ort sorge für Qualität und gesunde Völker, ebenso wie die von den Bienensachverständigen ausgestellten Gesundheitszeugnisse. Diese belegen, dass ein Bienenvolk frei von Bösartiger Faulbrut ist.

Seit einigen Jahren ist der Natur- und Insektenschutz zunehmend in den gesellschaftlichen Fokus gerückt. Gerade das vielzitierte „Bienensterben“, das sich eigentlich auf die mehr als 560 Wildbienenarten beziehe, habe zu einem „Imkerboom“ geführt, war aus den Reihen der Bienensachverständigen zu vernehmen. Zum einen sei das natürlich zu begrüßen, denn es gebe mehr Imker und Bienenvölker. Allerdings berge Unwissenheit auch die Gefahr, Tierseuchen einzuschleppen oder nicht sachgerecht zu behandeln. „Deshalb freut es das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz und mich umso mehr, den Bienensachverstand im Vogelsbergkreis in guten und erfahrenen Händen zu wissen“, sagt Görig. Und nutzt die Gelegenheit, für Imker-Nachwuchs und Unterstützung für die Bienensachverständigen zu werben. „Informationsarbeit für den Nachwuchs und der Schutz der Bienen in der Region, zwei verantwortungsvolle Aufgaben, die Sie gewissenhaft übernehmen“, ergänzt Dr. Maria Dolderer-Litmeyer, Leiterin des Amtes für Veterinärwesen und Verbraucherschutz, abschließend.

Auf weitere drei Jahre wurden Friedel Berck, Günter Euler, Günter Klein, Günter Lemmer, Walter Pohl, Hans Heinrich Rehberger und Gerhard Roth als Bienensachverständige für den Vogelsbergkreis bestellt.