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Baumfällarbeiten an Kreisstraßen

16.03.1998 Von: Pressestelle Landratsamt

Marx: Bäume an Kreisstraßen werden

nur nach intensiver Prüfung gefällt

 

Verkehrssicherheit gewährleisten -

Naturschutzbehörde berät bei der Auswahl

 

VOGELSBERGKREIS ( ). Das Netz der Kreisstraßen im Vogelsbergkreis hat eine Länge von 324 Kilometern. Entlang dieser Strecke stehen rund 5.200 Bäume. In einer Presseerklärung weist Erster Kreisbeigeordneter Rudolf Marx als Dezernent für die Kreisstraßen auf die Notwendigkeit hin, diese Bäume auf ihre Verkehrssicherheit zu untersuchen. Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen in Schotten (ASV) hat vom Vogelsbergkreis den Auftrag, die technische Betreuung der Kreisstraßen durchzuführen. Hierzu gehört auch die Pflege und Kontrolle der 5.200 Bäume am Straßenrand. Zunächst müssen jetzt aus Gründen der Verkehrssicherheit 32 Bäume gefällt werden, teilt Marx in einer Presseerklärung mit. Für jeden gefällten Baum werden zwei neue angepflanzt.

 

Aufgrund einer Überprüfung im letzten Herbst wurden 132 Bäume entlang der Kreisstraßen als krank eingestuft. Aus Sicht der Oberen Naturschutzbehörde sollen 72 Bäume von diesen 132 gefällt werden. 32 dieser 72 Bäume gefährden akut die Verkehrssicherheit. Bei den Überprüfungen kommt geschultes Personal mit modernster Technik zum Einsatz. Aufgrund der festgestellten akuten Gefährdung hat Erster Kreisbeigeordneter Marx eine Fachfirma mit den Fällarbeiten beauftragt. Für die 32 akuten Fälle und 40 weitere Bäume liegen die erforderlichen Fällgenehmigungen der Oberen Naturschutzbehörde vor.

 

Aufgrund der in den letzten Wochen stattgefundenen Diskussion wegen Fällarbeiten an Bundesstraßen hat Erster Kreisbeigeordneter Rudolf Marx eine weitere Überprüfung der restlichen 40 zur Fällung anstehenden Bäume durch Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises eingeleitet. Erst nach Abschluß dieser intensiven Untersuchungen sollen im Herbst die notwendigen Fällarbeiten abgeschlossen werden.

 

Rudolf Marx bat um Verständnis dafür, daß nicht alle Bäume erhalten werden können. Er betonte, daß nicht nur sichtbare Schäden Bäume zu einer Gefahrenquelle werden lassen, sondern auch zurückgefaulte Asthöhlen, Pilzbefall und Gabelungen, die auseinander zu brechen drohen, eine Gefahr darstellen können. Neben den Fällungen werden in Regie des Amtes für Straßen- und Verkehrswesen in Schotten auch viele Bäume saniert - sie erhalten durch „Wundbehaltung“, Schnitt und Düngemaßnahmen eine Chance, sich selbst zu regenerieren. Abschließend wies der Kreisstraßendezernent darauf hin, daß für jeden gefällten Baum zwei Ersatzpflanzungen erfolgen.