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Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
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Resolution der FDP kommt verspätet

07.05.2020

Die FDP-Kreistagsfraktion fordert einen Runden Tisch zum Thema Wolf – Dieser hat allerdings schon stattgefunden

Vogelsbergkreis. Nach dem Willen der Kreistagsfraktion der Freien Demokratischen Partei Vogelsberg, soll der Kreistag in seiner kommenden Sitzung Anfang Juni eine Resolution auf den Weg bringen, die an die hessische Landesregierung gerichtet ist. Inhalt dieser Resolution soll die Einrichtung eines „Runden Tisches“ zum Wolfsmanagement im Vogelsbergkreis sein.

„Dass die FDP-Fraktion die Ideen der Kreisspitze zum Thema Wolf aufgreift und den Forderungskatalog begrüßt, nehmen wir positiv zur Kenntnis“, sagt Landrat Manfred Görig (SPD). „Allerdings müssen wir in die Ausgestaltung einer Resolution zur Schaffung eines Runden Tisches keine Mühe mehr investieren“, versichert Görig. Denn diesen habe es bereits gegeben. Er war Grundlage des Forderungskataloges, den die Kreisspitze auf den Weg nach Wiesbaden geschickt hat. „Bereits am 6. März gab es eine Gesprächsrunde auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in Nieder-Gemünden, die sich mit der Thematik der sesshaften und standorttreuen Wölfin beschäftigt hat“, sagt Görig. Dort waren Vertreter des Amtes für Wirtschaft und den Ländlichen Raum, der Landwirtschaft des Kreises, des Kreisverbandes der Jagdgenossenschaft, des Schafhalterverbandes Vogelsberg, ein Schäfer mit Herdenschutzhund aus dem Kreis Gießen sowie ein Vertreter von der Oberen Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Gießen und die Wolfsbeauftragte des Landes Hessen vor Ort.

„Die Verunsicherung der Menschen, die in den direkt betroffenen Kommunen leben, nehmen wir sehr ernst“, sagt Landrat Görig. Aus genau diesem Grund mache man sich in Wiesbaden für weitere Schritte zur Unterstützung der Weidetierhalter sowie der Menschen im Vogelsbergkreis stark. „Der Informationsaustausch, den die FDP in ihrer Pressemitteilung fordert, findet an vielen Stellen schon statt“, stellt der zuständige Dezernent Dr. Jens Mischak klar. Die vielen beteiligten Interessengruppen stünden im Austausch, um pragmatische Lösungen zu finden und Interessenkonflikte zwischen Landwirtschaft, Bevölkerung und Naturschutz aufzulösen, führt Dr. Mischak weiter aus. „Auf Landesebene müssen Entscheidungen auf den Weg gebracht werden, die im Vogelsberg für klare Regeln sorgen und betroffene Interessen schützen“, sagt Landrat Görig.

Das Thema „Wolf im Vogelsbergkreis“ bleibt weiter auf der Agenda: Die Kreisspitze hat Staatsministerin Hinz zu einem Gesprächstermin auf einem direktvermarktenden Betrieb in Ulrichstein eingeladen, um sich dort für sachgerechte Lösungsansätze einzusetzen.