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Landrat Marx lobt Arbeit der Behindertenhilfe Vogelsbergkreis

27.06.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

-Marx: Kompetenz ist das Markenzeichen

der Behindertenhilfe Vogelsbergkreis

Der Landrat besichtigte zusammen mit Lothar Wyrtki

die Werkstatt für behinderte Menschen in Herbstein

VOGELSBERGKREIS ( ). „Es ist gut und beruhigend zu wissen, mit wie viel Kompetenz und Herzenswärme sich die Behindertenhilfe um die behinderten Menschen im Vogelsbergkreis kümmert.“ Dies sagte Landrat Rudolf Marx, als er vor Kurzem gemeinsam mit dem stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Lothar Wyrtki und Geschäftsführer Günter Euler die Werkstatt für behinderte Menschen in Herbstein besichtigte. Der Landrat zeigte sich von der Vielfalt der industriellen und handwerklichen Produktion sowie von dem Betreuungskonzept sehr beeindruckt.

An drei Standorten – Herbstein, Lauterbach und Alsfeld – sind 330 behinderte Vogelsberger Bürgerinnen und Bürger beschäftigt. Im Trägerverein sind 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – Angestellte, Auszubildende, Praktikanten, Zivildienstleistende tätig, die für Anleitung und Betreuung zuständig sind. Der Verein, der seit 1976 besteht (Vorsitzender ist Landrat a.D. Hans-Ulrich Lipphardt), stellt ein flächendeckendes Angebot zur beruflichen Eingliederung bereit, hob Lothar Wyrtki die Bedeutung des Vereins hervor.

Der Verein Behindertenhilfe Vogelsbergkreis e.V. ist Träger der genannten drei Werkstätten und kümmert sich darüber hinaus – ebenfalls im gesamten Gebiet des Vogelsbergkreises – um zwei Wohnheime für Behinderte in Herbstein und Alsfeld, organisiert auch das betreute Wohnen in Herbstein sowie die pädagogische Frühförderung in Lauterbach und Alsfeld. Der Vogelsbergkreis sowie die Städte Herbstein, Lauterbach und Alsfeld sind selbst Mitglied des Vereins. Damit werde die Einbindung in die Region dokumentiert, sagte Lothar Wyrtki.

Die Werkstätten kooperieren mit einer Vielzahl heimischer und nationaler Unternehmen. Dabei wird größter Wert auf hochwertige Produktion gelegt. Damit dieser Standard für die Auftraggeber auch nachvollziehbar ist, haben sich die Produktionsstätten einem umfassenden Zertifizierungsprozess unterzogen. Ein Qualitätsmanagementsystem entwickelt diesen Standard fort. Geschäftsführer Günter Euler, der auch Betriebsleiter der drei Werkstätten ist, betonte, dass die Werkstätten der Behindertenhilfe als mittelständische Firmen mit allen Sparten, ob Holz, Metall oder Textilverarbeitung im allgemeinen volkswirtschaftlichen Wettbewerb stünden. Die Werkstätten finanzieren sich im Arbeitsbereich weitgehend selbst, werden aber auch vom Landeswohlverbandsverband und anderen Leistungsträgern in der Betreuungsarbeit finanziell unterstützt. Die Werkstätten erwirtschaften im Arbeitsbereich einen Jahresumsatz von annähernd einer Million Euro, der nach Abzug des Materials und der Betriebskosten als Lohn an die behinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezahlt wird.

Das Konzept der Werkstätten umfasst ein hoch differenziertes Ernstnehmen der unterschiedlichen Leistungsfähigkeit und Entwicklungsmöglichkeiten der Beschäftigten und beinhaltet auch einen großen Ausbildungsbereich. Die Behindertenhilfe versteht sich als soziales Dienstleistungsunternehmen, betonte Geschäftsführer Günter Euler während des Landrats-Besuchs in Herbstein. So seien die Werkstätten einerseits ein Ort, der es Menschen mit Behinderungen gestatte, selbstbestimmt und gleichberechtigt am Leben in der Gemeinschaft teilzuhaben, was im allgemeinen Arbeitsmarkt nicht möglich wäre. Andererseits sehen sich die Werkstätten auch als Übergangseinrichtung für die Hinführung von behinderten Menschen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, wenn es deren Eignung und Leistungsfähigkeit zulasse.