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BETRIEBSBESUCH: Wirtschaftsdezernent Mischak bei Metallbau Dudka

04.10.2019

Geschäftsführer Alexander Dudka (rechts) erklärt Bürgermeister Sommer und Wirtschaftsdezernent Mischak den hochmodernen Neuzugang: Eine Abkantpresse mit 3D-Steuerung. Fotos: Gaby Richter

Es fing an mit Gardinenleisten im Reichstag…

Alexander Dudka hat 2006 das Geschäft vom Vater übernommen, heute ist Metallbau Dudka GmbH in Mücke-Flensungen ein inhabergeführtes Unternehmen mit zehn Mitarbeitern und zwei Azubis der Fachrichtung Konstruktionstechnik. Erst im Sommer sind zwei schwergewichtige Neuzugänge in der Maschinenhalle eingezogen: Eine Abkantpresse mit 3D-Steuerung und 250 Tonnen Presskraft, die Material bis vier Meter Länge bearbeitet; außerdem noch eine Tafelschere, die Stahlblech in einer Stärke von bis zu zehn Millimeter schneidet. Die Anschaffung der beiden Maschinen wurde mit insgesamt 50.000 Euro gefördert. Beim Gang über das Firmengelände und durch die Werkshallen erzählt der Firmenchef, wie die Firma entstanden und gewachsen ist, und wie wichtig gute Mitarbeiter sind - „sie sind das A und O, ohne gute Mitarbeiter nützen auch die besten Aufträge nichts“.

Er selbst habe schon als Jugendlicher an dem „alten Schätzchen“ gestanden und Gardinenleisten gebogen, erinnert er sich. Mit dem alten Schätzchen ist eine konventionelle Abkantpresse gemeint, die noch heute in der Garage steht. Vorher war ihr Zuhause eine andere Garage im Ortskern, wo die Firma von Berthold Dudka 1974 gegründet wurde. Und diese Gardinenleisten waren ein ganz besonderer Auftrag: Sie hängen im Berliner Reichstag „und halten bis heute“. Damals habe es viele interessante Projekte gegeben, zum Beispiel in Kaufhäusern oder am Bundespresseamt in Berlin. Der größte Auftrag sei die etwa zweijährige Arbeit an der vierten Röhre durch den Elbtunnel gewesen, berichtet Dudka. Dort habe man als Subunternehmer die befahrbare Decke montiert.

Wo die Arbeitsschwerpunkte heute liegen, will Wirtschaftsdezernent Mischak wissen. Für den Inhaber gar nicht so leicht zu beantworten, denn es gehört einiges zum Portfolio: Fenster, Türen, Markisen, Stahltüren und -tore, Brand- und Rauchschutztüren, auch Geländer, Vordächer und Fassaden. „Aber es sind eher Privatleute, die uns beauftragen“, sagt Dudka, „wir sind stark bei individuellen Lösungen, bei Umbauten und Reparaturen. Dann sind alle Arbeiten von Fenstern bis Geländern bei uns in einer Hand. Bei Massenproduktion sind wir ganz klar raus.“ Doch auch im Schulbau und am Kreiskrankenhaus in Alsfeld haben die Fachleute von Metallbau Dudka produziert und montiert - im Geschäftskundenbereich überwiegen der Stahlbau und die Blechbearbeitung.

Was dem umtriebigen Unternehmer gerade etwas zu schaffen macht, ist die Suche nach qualifiziertem Personal. „Meister, Techniker und vor allem Monteure brauchen wir dringend“, sagt Dudka. Wichtig sei ein vertrauenswürdiges Auftreten, weil man oft in Privathaushalten ein- und ausgehe. „Alles andere - oder zumindest vieles - kann man lernen.“ Das  beste Beispiel dafür ist ein Mitarbeiter im Büro der Geschäftsleitung, der über eine Einstiegsqualifizierung dort begonnen und sich bestens weiterentwickelt hat.

Und an Plänen für die Zukunft mangelt es auch nicht: Der gesamte Geschäftsbereich mit Büro und drei Hallen soll energetisch optimiert werden, die alte Ölheizung soll längerfristig durch Solarenergie ersetzt, die Büroräume vielleicht in eine der Werkhallen verlegt werden.

Die Webseite der Firma: www.metallbau-dudka.de.

 

Alexander Dudka zeigt seinen Besuchern das „alte Schätzchen“, die konventionelle Abkantpresse, mit der er schon als Jugendlicher gearbeitet hat.

Im Gespräch auf dem Hof zwischen den Werkshallen

Thomas Schaumberg (Vogelsberg Consult GmbH, li.) und Wirtschaftsdezernent Dr. Jens Mischak lassen sich die Fensterprofile erklären.