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Erziehungsberatung wichtiges Dienstleistungsangebot - In Lauterbach jetzt in der Rimloser Straße 29

29.05.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Marx: Erziehungsberatung

wichtiges Dienstleistungsangebot

Jugend- und Elternberatungsstelle jetzt in der Rimloser

Straße – Individuelle Terminvereinbarung sinnvoll

VOGELSBERGKREIS ( ). Die Erziehungsberatung – Jugend- und Elternberatugnsstelle – des Vogelsbergkreises ist seit einigen Wochen in der Rimloser Straße 29 (1. Stock) in Lauterbach zu erreichen, Telefon 06641 / 977-933. Donnerstags Vormittags von 9 bis 10 Uhr werden in Lauterbach offene Sprechstunden angeboten – in Alsfeld (Georg-Dietrich-Bücking-Straße 20) mittwochs zwischen 11 und 12 Uhr. Es empfiehlt sich aber, individuelle Gesprächstermine zu vereinbaren. Landrat Rudolf Marx hebt im Jahresbericht 2001 des Amtes für Jugend, Familie und Sport die Bedeutung der Erziehungsberatung als „wichtiges Dienstleistungsangebot für die Vogelsberger Familien“ hervor. Im Jahr 2001 wurden etwa 150 Familien aus allen Städten und Gemeinden des Vogelsbergkreises betreut und beraten. Damit ist erneut ein Anstieg der Inanspruchnahme der Beratungsstelle zu verzeichnen. Wegen des Umzugs in die Rimloser Straße 29 hat die Beratungsstelle ein kleines Faltblatt hergestellt, das zur Zeit in Arztpraxen und vielen anderen öffentlichen Stellen ausgelegt wird.

Die Leistungen der Beratungsstelle werden bei einer Vielzahl von Problemsituationen in Anspruch genommen. Dazu gehören

· Erziehungsfragen der Eltern

· Seelische Probleme (z.B. Ängste, Depressionen)

· Verhaltensauffälligkeiten

· Störungen im sozialen Bereich

· Leistungsprobleme (z.B. Schulversagen oder Leistungsverweigerung)

· Körperliche Auffälligkeiten (z.B. Bauchweh, Kopfschmerzen ohne organischen Befund)

· Krisen in den Familien

· Probleme infolge von Trennung und Scheidung

Eine Beratung dauert unterschiedlich lange. Meistens ist es nicht mit einer Stunde getan, häufiger sind Sequenzen von Beratungen über einen mehrmonatigen Zeitraum hinweg bis hin über das ganze Jahr, zum Teil auch mit begleitender Arbeit mit dem Kind, z.B. in einer Gruppe mit therapeutischem Reiten. In einigen Fällen ist eine regelmäßige Familientherapie erforderlich. Oft werden auch weitere Bezugspersonen des Kindes mit hinzugezogen. Selbstverständlich kann die Beratungsstelle auch von Jugendlichen in Anspruch genommen werden, die dann sofort einen Gesprächstermin bekommen.

Viele der Ratsuchenden wenden sich bei neu auftretenden Problemen gerne wieder an die Beratungsstelle, in der sie schon einmal Rat und Hilfe erfahren haben.

Die Zunahme des Beratungsbedarfs liegt nach Auffassung der Leiterin der Beratungsstelle Diplom-Psychologin Erika Böttcher daran, dass in einer immer komplexer werdenden Welt die Verunsicherung in Erziehungsfragen, die Brüche in den familiären Entwicklungen sowie Probleme von Kindern und Jugendlichen größer werden. Insbesondere die Nachfrage nach Beratung im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung sowie mit Besuchs- und Sorgerechtsfragen war wieder groß. Die Terroranschläge vom 11. September 2001 wurden ebenfalls aktuell in die Familienberatung mit einbezogen, da sie in vielen Fällen eine tiefe Verunsicherung und Ängste bei Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Eltern auslösten.

Die Beraterinnen und Berater gehen von einem ganzheitlichen Ansatz aus, d.h. es wird nicht nur das einzelne Symptom eines Kindes gesehen, sondern das Symptom wird als Alarmsignal für zugrunde liegende Probleme aufgefasst. Dabei werden möglichst alle Familienmitglieder mit einbezogen, bei Bedarf auch weitere Bezugspersonen, wie z.B. Erzieherinnen und Lehrer. Neben der Einzelfallhilfe bieten die Mitarbeiter fallübergreifend präventive Hilfen an, um z.B. bei Elternabenden die Erziehungskompetenz zu unterstützen und äußere Bedingungen für Kinder und Jugendliche positiv gestalten zu helfen.

Wichtige Prinzipien der Arbeit sind die Freiwilligkeit der Ratsuchenden, die Schweigepflicht der Beraterinnen und Berater und der verantwortungsbewusste Umgang mit personenbezogenen Daten. Nach Abschluss der Beratung werden die Aufzeichnungen vernichtet. Die Leistungen der Erziehungsberatungsstelle können von allen Einwohnern des Vogelsbergkreises kostenlos in Anspruch genommen werden.

Die Jugend- und Elternberatungsstelle des Vogelsbergkreises hat ihren Sitz in Lauterbach, Rimloser Straße 29, Telefon 06641/977-933. Eine Außenstelle befindet sich in Alsfeld, Georg-Dietrich-Bücking-Straße 20 (Altenpflegeschule), Telefon 06631 / 74398.