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Gleichstellungsbeauftragte Emmermann lobt die Arbeit der Jugend- und Drogenberatungsstelle

15.05.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Emmermann: Stärkung der

Persönlichkeit contra Drogen

Gleichstellungsbeauftragte von hohem Engagement

bei der Jugend- und Drogenberatung beeindruckt

VOGELSBERGKREIS ( ). Als eine für den Vogelsbergkreis „ganz wichtige Einrichtung“ bezeichnet die Gleichstellungsbeauftragte des Kreisausschusses, Sylke Emmermann, die Jugend- und Drogenberatungsstelle, die den Schwerpunkt ihrer Arbeit in Alsfeld und Lauterbach entfalte. In einem Gespräch in Alsfeld zeigte sie sich von dem „hohen persönlichen Engagement und der ausgewiesenen Fachkompetenz“ sehr beeindruckt. In der „Villa Alice“, in der Suchtberatung in Lauterbach und Alsfeld sowie in der Fachstelle für Suchtprävention sind 15 Personen, überwiegend als Teilzeitkräfte, beschäftigt. Der Vogelsbergkreis unterstützt die Jugend- und Drogenberatung jährlich mit 215.000 Euro, was Sylke Emmermann als eine „sinnvolle Investition“ bezeichnet, denn bei der Verfestigung von Sucht werde es für die gesamte Gesellschaft immer teurer.

Emmermann betont in ihrer Pressemitteilung, der ländliche Raum sei „beileibe keine Idylle“, was den Missbrauch von Drogen und Alkohol angehe. Besonders das niedrige Einstiegsalter macht der Gleichstellungsbeauftragten große Sorgen. Alkohol erweise sich häufig als Einstiegsdroge, die leider gesellschaftsfähig sei. „Gerade in den Dörfern beginnt bei Jungen und Mädchen der starke Alkoholkonsum häufig direkt nach der Konfirmation“, beklagt die Gleichstellungsbeauftragte. Die Stärkung der Persönlichkeit sei das beste Mittel, dem Missbrauch zu widerstehen. Die Integrationskraft der Jugendarbeit zur Stabilisierung des Selbstwertgefühls in den Bereichen Sport und Kultur sei von unschätzbarem Wert.

Das Thema Alkoholismus und Drogenmissbrauch werde leider nach wie vor tabuisiert. Es gehöre aber in das Licht der Öffentlichkeit. Dabei sei es wichtig, Betroffenen zu signalisieren, dass kompetente Hilfe möglich sei. In diesem Zusammenhang unterstreicht Emmermann die Bedeutung von Selbsthilfegruppen und der Einbeziehung der Angehörigen in erforderliche Therapien und Beratungen, wie sie Jugend- und Drogenberatung praktiziere. Sucht sei vielfach eben auch das Problem der sogenannten Co-Betroffenen.

Die Stärkung des Selbstwertgefühls erweise sich auch als der entscheidende Faktor bei der Überwindung von Essstörungen, die gerade bei Mädchen weit verbreitet sei. Auch hier leiste die Jugend- und Drogenberatung wertvolle Hilfe. Dasselbe gelte auch für die „hervorragende Zusammenarbeit“ von Drogenberatung, Polizei und Schulen beim Thema Gewalt an Schulen.