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1 Jahr Job-Agentur im Vogelsbergkreis: Landrat Marx und Arbeitsamtsdirektor Henrich ziehen eine positive Bilanz

14.05.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Pressekonferenz am 14. Mai 2002

Landratsamt Lauterbach

Gemeinsame erfolgreiche Initiative:

Ein Jahr Job-Agentur im Vogelsberg

Landrat Marx: „Produktive Zusammenarbeit

von Kreisverwaltung und Arbeitsamt“

VOGELSBERGKREIS ( ). In einer Pressekonferenz im Lauterbacher Landratsamt zogen die Kreisverwaltung und das Arbeitsamt eine positive Bilanz nach einem Jahr „Job-Agentur“. Landrat Rudolf Marx wörtlich: „Die gemeinsame Vermittlungsinitiative von Arbeitsamt und Amt für Soziale Sicherung ist ein klarer Erfolg – für alle Beteiligten.“ 50 Menschen konnten durch nachhaltige Beratung in eine Qualifikation oder eine Beschäftigung vermittelt werden. In diesem Zusammenhang wurden fast 400 Beratungsgespräche geführt und intensive Kontakte zu heimischen Unternehmen geknüpft. „Das ist ein außerordentlich gutes Ergebnis – vor allem im Hinblick auf die Tatsache, dass es sich überwiegend um sehr schwer vermittelbare Personen handelt“, meinte der Lauterbacher Arbeitsamtschef Eberhard Ritzel.

Das Projekt nutze den beiden Verwaltungen nicht nur in den Abläufen, sondern auch durch konkrete Einsparungen. „Es ist eine Entlastung für beide Sozialkassen, wenn Menschen durch passgenaue Vermittlung eine Arbeit erhalten“, meinte Landrat Marx. In diesem Zusammenhang dankte er allen Firmen für die Bereitschaft, hier auch „überschaubare Risiken“ einzugehen. Marx nutzte die Pressekonferenz deshalb auch zu einem Appell an die heimischen Firmen, Menschen eine Chance zu geben, mit der Job-Agentur Kontakt aufzunehmen und auch Einarbeitungs- und Lohnkostenzuschüsse in Anspruch zu nehmen.

Die Job-Agentur ist die gemeinsame Vermittlungsagentur zwischen dem Arbeitsamt Gießen mit seinen Geschäftsstellen Alsfeld und Lauterbach und dem Amt für Soziale Sicherung beim Kreisausschuss des Vogelsbergkreises. Sie besteht seit dem 15. April 2001 und ist das erste Modellprojekt dieser Art in Mittelhessen.

Die Kooperation zwischen beiden Ämtern soll – so Landrat Marx und die Leiter der Arbeitsämter Lauterbach und Alsfeld, Eberhard Ritzel und Herbert Zechel, - eine Perspektive bieten für Menschen, die sowohl Sozialhilfe als auch Arbeitslosenhilfe und/oder Arbeitslosengeld beziehen. Ziel ist die Integration auf dem Arbeitsmarkt. Die Job-Agentur ist räumlich angesiedelt in den Arbeitsämtern in Alsfeld und in Lauterbach.

Innerhalb des ersten Projektjahres habe sich eine „Kultur hervorragender Zusammenarbeit“ zwischen Kreis- und Arbeitsverwaltung herausgebildet, so Herbert Zechel, Leiter des Alsfelder Arbeitsamtes auf der Pressekonferenz. „Das, was hier entstanden ist, erweist sich als gut für die Betroffenen, für die Unternehmen und auch zur Effizienzsteigerung beider Verwaltungen.“ Die Vermittlungsarbeit sei nun viel produktiver und der notwendige Abgleich zweifach vorgehaltener Daten habe in etlichen Fällen – quasi „nebenbei“ – zum Aufdecken von Leistungsmissbräuchen geführt.