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Ausstellung über Tourismus seit dem 18. Jahrhundert auf dem Hoherodskopf

02.05.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Reisebilder aus Hessen

Fremdenverkehr, Kur und Tourismus seit dem 18. Jahrhundert

Eine Wanderausstellung des Hessischen Wirtschaftsarchivs, Darmstadt

Vom 1. bis 27. Mai 2002 im Naturschutz-Informationszentrum Hoherodskopf bei Schotten

 

Mit einer Fremdenverkehrsintensität von 3974 Übernachtungen pro 1000 Ein-wohnern belegte Hessen 1999 den sechsten Platz unter allen Bundesländern – noch vor Baden-Württemberg und nur knapp hinter Niedersachsen. Das hessi-sche Gastgewerbe erzielte 1997 einen Umsatz von rund 8,9 Milliarden DM. Etwa 162.000 Menschen in Hessen verdanken dem Tourismus ihr Einkommen. Damit zählt die Branche zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes. Diese Tatsache mag viele überraschen. Bei näherem Hinsehen wird jedoch schnell deutlich, daß Hessen dem Besucher einiges zu bieten hat: Eine vielfältige Bäderlandschaft, Romantik, naturnahe Erholung, urbane Kultur, ja sogar Was-ser- und Wintersportmöglichkeiten.

Hessen, in der Mitte Deutschlands gelegen, ist seit jeher ein beliebtes Reiseland. Viel dazu beigetragen haben die zahlreichen Kurorte mit ihren Heilquellen, die seit dem 17. Jahrhundert ein internationales Publikum beherbergten. Noch heute ist Hessen das Bundesland mit der größten Bäderdichte in Deutschland. Seit der Romantik, also zu Beginn des 19. Jahrhunderts, bildet der Rheingau ein Zentrum des touristischen Interesses. Zur gleichen Zeit entwickelten sich Frankfurt a.M. und Kassel mit ihren Kunstsammlungen und kulturellen Einrichtungen zu be-liebten Reisezielen des Bildungsbürgertums. Mit dem Fortschreiten der Indu-strialisierung und dem rasanten Wachstum der Städte schließlich zog es immer mehr Menschen zur Erholung in die Natur. Davon profitierten die waldreichen hessischen Mittelgebirge, deren touristische Erschließung in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts begann.

Drei Säulen bestimmen heute das touristische Angebot in Hessen: Städte- und Kulturreisen, naturnaher Erholungsurlaub und – von immer größer werdender Bedeutung – der Erlebnis- und Aktivurlaub.

Die Ausstellung dokumentiert, wie sich die verschiedenen Urlaubs- und Reise-formen vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart entwickelt und gewandelt haben. Sie geht auch der Frage nach, wie sich die Branche heute darstellt und wie ihre Perspektiven für die Zukunft sind.

Auf insgesamt 44 Schautafeln im Format 98 x 180 cm und in Vitrinen werden Bilder und Objekte zu den folgenden 10 Themenbereichen gezeigt:

 Ritter, Burgen, Fabelwesen – Die Romantiker entdecken Hessen

 Kaiser und Kassenpatienten – Kur und Kurgäste im Laufe der Jahrhunderte

 Luxussuite und Landgasthof – Grand Hotels und Sommerfrischen vom Fin de Siècle bis heute

 Die neue Lust am Wandern – Touristische Erschließung der Mittelgebirge

 Ski und Rodel gut – Winterurlaub in Hessen

 Pferdekutsche, Dampfross & Flieger – Reisen im Wandel der Zeiten

 Touristische Highlights – Kulturdenkmale als Besucherattraktionen

 Dem Wahren, Schönen, Guten – Kultur- und Städtereisen in Hessen

 Unter freiem Himmel – Die Natur erleben

 Zukunftsperspektiven – Chancen und Herausforderungen für die Tourismus-branche in Hessen

Die Ausstellung wird vom 1. bis 27. Mai 2002 im Naturschutz-Informationszentrum Hoherodskopf bei Schotten gezeigt. Im Anschluß daran wird sie noch in 6 weiteren hessi-schen Städten zu sehen sein. Die weiteren Ausstellungsorte und –termine ent-nehmen Sie bitte der beiliegenden Übersicht.

Finanziert wird die Ausstellung von der

 Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern

 DB Regio AG

 Flughafen AG Frankfurt a.M.

 Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen

Begleitend zur Ausstellung erscheint in der Reihe „Schriften zur hessischen Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte“ ein 416 Seiten umfassender, reich bebilderter Sammelband mit 36 Einzelbeiträgen zu den verschiedenen Aspekten der Tou-rismusgeschichte in Hessen. Er kostet 23 Euro und kann über den Buchhandel oder direkt beim Hessischen Wirtschaftsarchiv bezogen werden.

Informationen über die Ausstellung erteilt:

Hessisches Wirtschaftsarchiv

Karolinenplatz 3

64289 Darmstadt

Tel.: 06151/165-000

Fax: 06151/165-003

Email: hwa-darmstadt@t-online.de