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Neue Ortsmitte für Kirtorf

24.07.2018 Von: Pressestelle Hessisches Umweltministerium

Das Foto zeigt von links: Landrat Manfred Görig, Reiner Kopp (Referatsleiter Dorf- und Regionalentwicklung im Hessischen Umweltministerium), Bürgermeister Ulrich Künz und Architekt Herbod Gans. Foto: Pressestelle Umweltministerium

Erster strategischer Sanierungsbereich im Landesprogramm Dorfentwicklung anerkannt

PRESSEERKLÄRUNG DES MINISTERIUMS

„Unser Ziel als Landesregierung ist es, die Attraktivität des ländlichen Raums und seiner Ortsmitten als Treffpunkte der Landbevölkerung zu erhalten und auszubauen. Die Hälfte aller Hessinnen und Hessen lebt auf dem Land. Deshalb ist wichtig, dass auch in Zukunft gute Arbeits-, Wohn- und Umweltbedingungen in ländlichen Städten und Gemeinden vorhanden sind“, erklärte Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekretärin im Hessischen Umweltministerium in Wiesbaden.

Um Problemen wie Leerstand und Funktionsverlust in den Ortskernen entgegenzuwirken, wurde das Förderprogramm Dorfentwicklung um ein neues Instrument ergänzt. Mit der Förderung von „Strategischen Sanierungsbereichen“ können tiefgreifende strukturelle Probleme aufgearbeitet und zukunftsfähige städtebauliche Lösungen auf den Weg gebracht werden. „Als ersten Strategischen Sanierungsbereich haben wir nun den Ortskern von Kirtorf im Vogelsbergkreis anerkannt“, sagte die Staatssekretärin. „In Kirtorf wird eine neue städtebauliche Achse zwischen Rathaus und Nahversorgungsmarkt entstehen sowie eine Ärzte- und Gesundheitszentrum. Dabei wird dem Denkmalschutz Rechnung getragen.“

Voraussetzung für die Anerkennung eines Strategischen Sanierungsbereiches ist eine abgesicherte kommunal-private Kooperation. In Kirtorf kooperiert  die  Stadt  mit  der  Projektgesellschaft  Kirtorfer  Höfe  und  einem Privateigentümer.

Das Land unterstützt das Vorhaben mit Fördermitteln in Höhe von über einer Million Euro aus Mitteln der Dorfentwicklung sowie Fördergeldern der Zukunftsoffensive LAND HAT ZUKUNFT – Heimat Hessen. Die Mittel werden im Wesentlichen von der Stadt Kirtorf für Grundstücksankauf, Gebäudeabriss sowie Verkehrserschließung genutzt werden. Auch die privaten Investoren erhalten Fördermittel für denkmalgerechte Gebäudesanierung, -neubau sowie Freiflächengestaltung. Die Bauwerke des Gesundheitszentrums werden von der Projektgesellschaft Kirtorfer Höfe ohne Förderung errichtet.

„Dieses Vorhaben ist ein absolutes Leuchtturmprojekt für nachhaltige und zukunftssichere ländliche Entwicklung. Es zeigt, was möglich ist, wenn Bürgerinnen und Bürger, Politik, Verwaltung sowie private Investoren an einem Strang ziehen. Ich wünsche der Projektrealisierung einen guten Verlauf“, sagte Staatssekretärin Tappeser abschließend.