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Landrat Manfred Görig unterstützt Präventionskampagne "Senioren sind auf Zack"

13.07.2018 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Neben Landrat Manfred Görig stehen Kriminaloberrat Daniel Muth, Polizeipräsident Günther Voß und Erster Polizeihauptkommissar Jörg Stein (v. l.) Rede und Antwort in der Podiumsdiskussion, die von Andreas Ungermann (Mitte) moderiert wird. Foto: Sabine Galle-Schäfer, Vogelsbergkreis

Auf ältere Menschen achten

Immer wieder fallen Senioren auf den sogenannten Enkeltrick rein - auch in unserer Region. Die osthessische Polizei hat daher eine Präventionskampagne unter dem Motto "Senioren sind auf Zack" gestartet, die Landrat Manfred Görig gerne und vor allem aktiv unterstützt: So nahm er jetzt an einer Podiumsdiskussion im Rahmen eines Informationsnachmittags im Alsfelder Rambachhaus teil.

Der Fall vom vergangenen Jahr ging bundesweit durch die Medien: Eine Frau aus Fulda händigte einem Betrüger Bargeld und Schmuck aus - im Wert von über 260.000 Euro. Für Polizeipräsident Günther Voß gab dieser Fall letztendlich den Ausschlag, die Kampagne "Senioren sind auf Zack" ins Leben zu rufen, wie er im Rahmen der Podiumsdiskussion schilderte.

Wie wichtig diese Art der Prävention ist, das unterstrich auch Landrat Manfred Görig. Denn die Betrüger hätten erkannt, dass sie "gerade bei älteren Leuten leichter zum Zug kommen können". Es komme darauf an, das Umfeld zu sensibilisieren. Die Familie, die Nachbarschaft, die Freunde, die Bekannten, sie alle müssten ein Auge auf ältere Menschen haben. In kleinen Dorfgemeinschaften im Vogelsbergkreis funktioniere das teilweise noch sehr gut. "Schwierig wird es, wenn in einem Straßenzug in jedem Haus nur ein Mensch wohnt."

Die Frage der Verkehrssicherheit bildet einen weiteren Schwerpunkt der Kampagne "Senioren sind auf Zack". Für viele ältere Menschen ein durchaus heikles Thema, gerade auf dem Land. "Es gehört viel dazu, den Führerschein im Alter abzugeben, damit gibt man die Freiheit der Mobilität auf. Man ist plötzlich auf andere angewiesen", zeigte der Landrat durchaus Verständnis, sprach auch von den Fällen die bei ihm "landen", sprich in der Verkehrsbehörde im Lauterbacher Landratsamt. "Da bin ich letztendlich amtlich tätig", sagte Görig. In vielen Fällen müsse der Führerschein eingezogen werden. Aus dieser Erfahrung heraus sagte Görig: "Man muss im Vorfeld tätig werden, deshalb ist es gut, dass die Polizei mit ihrem Informationsangebot hier ansetzt."

Auch die Senioren sollten sich "frühzeitig Gedanken über Alternativen machen", wenn sie selbst nicht mehr fahren können. Manfred Görig sprach sich dafür aus, den öffentlichen Personennahverkehr flexibler zu bestalten. Beispielsweise könnten Senioren, die nicht mehr selbst Auto fahren, auf das Anrufsammeltaxi umsteigen. "Dieses Angebot gibt es schon im Vogelsbergkreis, wir können es aber noch individueller gestalten", so Landrat Görig.