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Erfolgreicher Zukunfts-Mädchentag im Vogelsbergkreis

25.04.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Girl’s Day: Marx und Emmermann

loben Engagement der Betriebe

Etwa 300 Mädchen haben gestern in

die Berufswelt „hinein geschnuppert“

VOGELSBERGKREIS ( ). Am gestrigen 25. April fand bundesweit das erste Mal der sogenannte „Girl´s Day“ statt. Die Idee des „Mädchen-Zukunftstages“ stammt ursprünglich aus Amerika, welcher dort viel Erfolg gehabt hat. Im Vogelsbergkreis haben rund 300 Mädchen im Alter von 13 bis 15 Jahren teilgenommen; etwa 150 Unternehmen der Region haben für einen Tag ihre Pforten zum Zwecke der Berufserkundung geöffnet. Eine Arbeitsgruppe im Landratsamt unter Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten, der Vogelsberg Consult GmbH, des Jugendamtes und des Staatlichen Schulamtes, hatte dafür gesorgt, dass auch 50 zunächst „unversorgte“ Mädchen die Gelegenheit zum Kennenlernen von Berufen erhielten. Landrat Marx dankte diesem Team für die umfangreichen Vorbereitungen.

Landrat Rudolf Marx und Kreisgleichstellungsbeauftragte Sylke Emmermann wollten mit der Besichtigung einiger teilnehmender Betriebe in Lauterbach dokumentieren, wie positiv sie zum Girl´s Day stehen. Marx dankte den Firmen, von der Telekom Fulda über diverse Kindertagesstätten und Krankenhäuser bis hin zur örtlichen Polizei, für die Bereitschaft, den Mädchen einen Einblick in die Vielfalt des Berufsspektrums zu ermöglichen. Wer hätte schon gedacht, dass es allein mehr als 400 verschiedene Berufe gibt, die man auch ohne Abitur erlernen kann!?

Sylke Emmermann, beurteilt den Girl´s Day als eine gute Gelegenheit, um den Mädchen möglicherweise den Traumberuf näher zu bringen oder herauszufinden, dass dieser Beruf doch nicht so interessant ist, wie man vorher gedacht hätte.

Der Girl´s Day erzielte eine so gute Wirkung bei den Vogelsberger Schülerinnen, so dass zum Beispiel bei STi Stabernack Lauterbach anstatt den drei erwarteten Mädchen, zwölf interessierte „Schnupperinnen“ saßen.

Julia Frank, 12 Jahre, die auch zu Hause gern backt, hat sich das Café Stöhr ausgesucht, um sich dort einen Eindruck von dem Beruf als Konditorin zu verschaffen. Brigitte van der Molen, Inhaberin des Cafés, empfindet den „Mädchen-Zukunftstag“ als hilfsreich, um mehr Leute für das Berufsfeld Konditorei zu interessieren.

Im Modehaus Kimpel versuchte sich Maria Meider einen Tag lang als Einzelhandelskauffrau und wurde dafür in den verschiedensten Bereichen, zum Beispiel an der Kasse oder zum Dekorieren, eingesetzt. Der Beruf als Einzelhandelsfachkraft in einem Modegeschäft lockte die 15-jährige Schülerin, und käme auch als späterer Beruf in Frage. Karl-Otto Kimpel, Seniorchef des Modehauses, gab sich sehr offen gegenüber den Chancen für Jugendliche und berichtete, dass in den vergangenen Jahrzehnten 400 junge Menschen in seinem Hause ausgebildet worden seien.

Der Girl´s Day ist im Vogelsbergkreis gut angekommen, und „vielleicht ist ja die Schnupperin von Heute die Auszubildende von Morgen oder sogar die Chefin von Übermorgen“, meinte Landrat Marx im Gespräch mit dem Ausbildungsleiter von Sti, Torsten Burkart. Bei Sti informierten sich Melanie Balser, Isabelle Hohmann, Nina Christoph, Therese Möller, Melanie Scheer, Katharina Dedeleit, Jessica Luft, Rebecca Richter, Isabelle Kraft, Christina Keller, Anna Eiffert und Stefanie Miethke.

In der Lauterbacher Polizeistation informierten sich Rebecca Greb, Svetlana Maas, Nancy Klameth, Janine Stullich und Jana Koerke über die Arbeit der Schutzpolizei. In Anwesenheit von Sylke Emmermann erfuhren sie, wie eine erkennungsdienstliche Behandlung vonstatten geht und sie nahmen auch an einer Verkehrskontrolle auf der Bundesstraße teil.

Auch die Kreispressestelle hatte zwei „Tages-Praktikantinnen“: Katharina Michelsons und Magdalena Pfeffer begleiteten den Pressesprecher bei seiner Arbeit und wurden auch gleich in der Praxis eingesetzt: Sie haben diesen Bericht über den Girl’s Day geschrieben.