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Vorbeugende Hilfen für Familien - Jahresbericht Amt für Jugend, Familie und Sport / Teil 2

16.04.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Marx: Hochkompetente und

vorbeugende Hilfen für Familien

Jahresbericht des Amtes für Jugend, Familie und Sport (Teil 2)

VOGELSBERGKREIS ( ). „Vorbeugung ist Trumpf. Es geht uns nicht nur aus Kostengründen darum, den Familien frühzeitig Hilfe anzubieten. Das Instrument der vorbeugenden Familienhilfe, die sogenannte Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH), hat sich auch im vergangenen Jahr wieder bestens bewährt.“ Dies ist die Wertung von Landrat Rudolf Marx im Jahresbericht des Amtes für Jugend, Familie und Sport. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Kindern und Jugendlichen, deren Erziehung in der Familie nicht ausreichend gewährleistet ist, eine Trennung von der Familie zu ersparen. Die Familien sollen befähigt werden, nach einem bestimmten Zeitraum der Unterstützung, Beratung und Hilfestellung wieder eigenverantwortlich zu leben und zu handeln. „Familien können sich auf hochkompetenten Rat verlassen“, unterstreicht der Landrat im Jahresbericht.

Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der SPFH handelte es sich im Jahr 2001 sowohl um nebenamtlich tätige Fachkräfte als auch um drei hauptamtliche Mitarbeiterinnen. Zwei hauptamtliche Familienhelferinnen, die einen Arbeitsvertrag mit dem Caritasverband haben, betreuen gegenwärtig sechs Familien. Sozialpädagogische Familienhilfe ist im Berichtszeitraum für weitere 18 Familien von den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen sowie für 18 Familien durch nebenamtliche Kräfte geleistet worden.

Kinder und Jugendliche in Heimen und in Pflegefamilien

143 Kinder, Jugendliche und junge Volljährige befinden sich in Jugendheimen. Hierin enthalten sind auch die Fälle der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, deren Anteil stetig im Steigen begriffen ist. In Pflegefamilien leben derzeit 104 Kinder und Jugendliche, sieben junge Menschen erhalten intensiv-sozialpädagogische Einzelbetreuung. Hilfe zur Erziehung in Tagesgruppen erhalten 22 Kinder. In all diesen Fällen werden seitens des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) nach den Bestimmungen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes halbjährlich Hilfepläne für die einzelnen Hilfeempfänger erstellt, um die Ziele der Hilfe und das bisher Erreichte zu dokumentieren und zu bewerten. Dies geschieht unter Beteiligung der jungen Menschen, der Sorgeberechtigten sowie der Betreuungskräfte der jeweiligen Einrichtungen. Im Jahr 2001 wurde für rund 120 seelisch behinderte oder von seelischer Behinderung bedrohte Kinder und Jugendliche Eingliederungshilfe in ambulanter Form gewährt.

Allgemeiner Sozialer Dienst

Der Allgemeine Soziale Dienst des Amtes für Jugend, Familie und Sport war an weit über 200 familien- bzw. vormundschaftsgerichtlichen Verfahren beteiligt. In zahlreichen strittigen Fällen wegen des Sorge- und Besuchsrechtes haben die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch Termine vor dem Familiengericht wahrzunehmen, um entsprechende fachliche Hilfestellung für die Entscheidung des Gerichtes zu leisten. In diesem Zusammenhang nimmt die Tendenz zu besonders strittigen Fällen, die einen erheblichen zeitlichen Beratungsaufwand verursachen, stetig zu. Zu diesem Aufgabenbereich gehört auch die Organisation und Durchführung des sogenannten "beschützten Umganges". Wenn Eltern in einem Maß zerstritten sind, dass auch das Gericht einen unbegleiteten Umgang zwischen besuchsberechtigtem Elternteil und Kind nicht verantworten kann, werden die Kontakte auch durch den Allgemeinen Sozialen Dienst des Amtes für Jugend, Familie und Sport organisiert und begleitet.