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Landrat Marx: Direkt für die Interessen der Kinder tätig - Jahresbericht des Amtes für Jugend, Familie und Sport

10.04.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Marx: „Direkt für die Interessen

von Kindern und Familien tätig“

Jahresbericht des Amtes für Jugend, Familie

und Sport – Viele Eltern lassen sich beraten

VOGELSBERGKREIS ( ). Das Amt für Jugend, Familie und Sport führt derzeit 679 Beistandschaften, Vormundschaften und Pflegschaften. Dabei geht es hauptsächlich darum, den Unterhaltsanspruch von Kindern und Jugendlichen gegenüber den unterhaltsverpflichteten Elternteilen geltend zu machen und die fälligen Unterhaltsbeiträge einzuziehen. Darauf macht Landrat Rudolf Marx im Jahresbericht des Amtes aufmerksam. Während es sich früher überwiegend um den Personenkreis von Kindern nicht miteinander verheirateter Eltern handelte, hat das am 01.07.1998 in Kraft getretene Beistandschaftsgesetz die Möglichkeit für alle Kinder allein sorgeberechtigter Elternteile geschaffen.

Seitdem kann die Hilfe des Amt für Jugend, Familie und Sportes für Vaterschafts- und Unterhaltsangelegenheiten auf freiwilliger Basis in Anspruch genommen werden. Deutlich gestiegen ist die Nachfrage nach Beratung in Unterhaltsangelegenheiten und nach Informationen über die Rechtslage bei gleichzeitiger Abnahme der absoluten Fallzahlen. Dies beinhaltet eine umfassende Beratung der Elternteile und Neuberechnung des Unterhaltes. Gleiches gilt für die Unterhaltsberatung und –berechnung für junge Volljährige. Verblieben sind diejenigen Fälle, die als besonders kompliziert und schwierig zu bezeichnen sind. Die Verlagerung der Arbeitsinhalte hin zu qualifizierter Unterhaltsberatung hat ein erhebliches Ausmaß angenommen.

Durch die kurzfristig zum 01.01.2001 eingetretene Neuregelung bezüglich der Kindergeldanrechnung auf die Unterhaltsleistung war in rund 60% aller Fälle eine Neuberechnung und Festsetzung der Zahlbeträge erforderlich. Zum 01.07.2001 erfolgte eine generelle Erhöhung der Unterhaltsbeträge durch Änderung der sogenannten "Düsseldorfer Tabelle", was eine Überprüfung sämtlicher Fälle erforderlich machte. Des Weiteren änderte sich die "Düsseldorfer Tabelle" zum 01.01.2002 aufgrund der Euro-Umstellung und gleichzeitig wurde das Kindergeld erhöht, was in einer Vielzahl von Fällen eine Neuberechnung bedingte. Das Jahr 2001 war für den genannten Bereich mit erheblicher Mehrarbeit für die Bediensteten verbunden.

Ausfluss der Gesetzesänderung zum 01.07.1998 ist weiterhin die Möglichkeit, dass beide nicht miteinander verheiratete Elternteile das Sorgerecht für das Kind gemeinsam ausüben können. In diesem Fall ist eine sog. „Sorgeerklärung“ erforderlich, die beim Amt für Jugend, Familie und Sport nach eingehender Beratung abgegeben und beurkundet wird. Es hat sich gezeigt, dass von dieser Möglichkeit zunehmend Gebrauch gemacht wird.

Adoptionen

Bei der Adoptionsvermittlungsstelle des Vogelsbergkreises sind im Jahr 2001 bisher 10 Fälle abgeschlossen worden. In noch laufenden Adoptionsverfahren sind 6 Stellungnahmen abgegeben worden.

Unterhaltsvorschuss

Das Aufgabengebiet Unterhaltsvorschuss umfasst neben der Leistungsgewährung an die Anspruchsberechtigten auch die Durchsetzung der Unterhaltsansprüche gegenüber den Unterhaltsschuldnern. Im Rahmen der Bearbeitung dieses Sachgebietes wurden im Berichtsjahr für 705 laufende Fälle 1,6 Millionen DM (820.000 Euro) ausgezahlt sowie 410.000 DM (209.000 Euro) von den Unterhaltspflichtigen vereinnahmt.

Während bis einschließlich 1999 diese Aufwendungen je zur Hälfte vom Bund und dem Land Hessen getragen wurden, werden die Kommunen seit dem 01.01.2000 an den Ausgaben und Einnahmen zu einem Drittel beteiligt.

Garantiefonds – Integration von jungen Aussiedlern

Das Amt für Jugend, Familie und Sport kümmert sich auch um die Integration von jungen Aussiedlern mit Sprachproblemen. Im Jahr 2001 sind für 159 Fälle rund 140.000 DM (71.600 Euro) ausgegeben worden.