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Vorsicht, Autofahrer: Ab jetzt wandern die Kröten wieder

19.03.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Vorsicht Autofahrer:

Jetzt wandern die Kröten wieder

Naturschutzbehörde des Kreises weist auf

die Schwerpunkte der „Straßenüberquerungen“ hin

VOGELSBERGKREIS ( ). Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen ist in der nächsten Zeit vom Beginn der alljährlichen Amphibienwanderungen auszugehen. Darauf macht die untere Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung in einer Pressemitteilung aufmerksam. Wenn in den kommenden Tagen bei warmem Wetter Regen einsetzt, ist besonders in regennassen Nächten nach Temperaturanstieg mit verstärkter Wanderschaft von Fröschen, Molchen und Kröten zu rechnen. Die Naturschutzbehörde ruft die Autofahrer zu besonderer Aufmerksamkeit auf. In Homberg/Ohm im Bereich des Hofgutes Wäldershausen kann es aus Gründen der Verkehrssicherheit nachts zu Straßensperrungen kommen. Der erwartete Andrang von Amphibien kann zu gefährlichen Situationen für Autofahrer führen. Die Landesstraße 3073 zwischen Homberg/Ohm und der Kreisstraße 56 wird dann abends und nachts gesperrt, die Umleitungsstrecke führt über Büßfeld, Bleidenrod und Gemünden.

Jahr für Jahr gibt es in dieser Zeit wieder die Bilder von Hunderten von Grasfröschen, Molchen oder Erdkröten, die von Autofahrern überfahren werden. Besonders Molche sind für Autofahrer schlecht zu erkennen und auch Frösche oder Kröten werden manchmal für Blätter oder Erdklumpen auf der Fahrbahn gehalten. Alljährlich in den Monaten März und April wandern die Tiere in Scharen von ihren Winterquartieren in die meistens sehr weit entfernten Laichgewässer. Auslöser für den Wandertrieb sind milde und regnerische Nächte mit Temperaturen von fünf bis zehn Grad Celcius. Wo der Amphibienzug Straßen kreuzt, müssen binnen kurzer Zeit viele Tiere ihr Leben lassen.

Im Vogelsbergkreis werden vor allem an folgenden Punkten Amphibienwanderungen erwartet:

Altkreis Alsfeld:

 bei Homberg (Bereich Wäldershausen)

 B 254 zwischen Altenburg und Brauerschwend

 B 49 zwischen Romrod und Schellnhausen (im Bereich der Buchhölzer Teiche)

 B 49 zwischen Romrod und Alsfeld (am Romröder Berg)

 zwischen Grebenau und Udenhausen sowie Wernges

 Ortsverbindung Rainrod und Brauerschwend und Udenhausen

 zwischen Angenrod und Seibelsdorf

 zwischen Arnshain und Ruhlkirchen

 zwischen Ruhlkirchen und Bernsburg

 zwischen Vockenrod und Seibelsdorf

 zwischen Romrod und Strebendorf (bei der Eichmühle)

 zwischen Schellnhausen und Ehringshausen

 zwischen Ober-Gleen und Ehringshausen (am Homberger Teich)

 zwischen Köddingen und Kestrich

 zwischen Groß-Felda und Stumpertenrod

 zwischen Ilsdorf und Groß-Eichen

 Kreisstraße 44 zwischen Merlau und Kreisstraße 45

 Verbindungsweg bei Freizeitanlage Stumpertenrod

Altkreis Lauterbach und Bereich Schotten:

 B 275 bei Eisenbach

 B 276 zwischen Schotten und Gedern

 B 455 zwischen Schotten und Rainrod

 zwischen Dirlammen und Lauterbach im Bereich der Abfahrten Allmenrod und Frischborn

 in Sickendorf im Bereich der Kreuzung Richtung Heblos und der Ortsdurchfahrt

 Ortsausgang Heblos in Richtung Wallenrod

 zwischen Angersbach und Rudlos

 zwischen Willofs und Schlitz

 zwischen Hartershausen und Hemmen

 zwischen Hopfmannsfeld und Rixfeld

 zwischen Rixfeld und Schadges

 zwischen Schadges und Rudlos

 zwischen Stockhausen und Müs

 zwischen Herbstein und Lanzenhain

 zwischen Lanzenhain und Ilbeshausen

 zwischen Ilbeshausen, Altenschlirf und Steinfurt

 zwischen Engelrod und Rebgeshain

 zwischen Helpershain und Ulrichstein

 an der Abbiegung zwischen Engelrod und Rebgeshain Richtung Helpershain

 bei Nösberts-Weidmoos

 im Bereich der Mooser Seen, Rothenbachteich und Reichloser Teich

 zwischen Wingershausen und der B 276

 zwischen Wingershausen und Eschenrod

 zwischen Wingershausen und Eichelsachsen

Die Untere Naturschutzbehörde des Vogelsbergkreises bittet die Autofahrer, an diesen Stellen in den kommenden Wochen besonders rücksichtsvoll zu fahren oder sie zu meiden, um den Tieren eine Überlebenschance zu lassen. An einigen Stellen im Kreisgebiet werden von engagierten Einzelpersonen oder Gruppen in Eigeninitiative oder mit Unterstützung der Unteren Naturschutzbehörde spezielle Krötenfangzäune errichtet. Die Zäune werden abends, nachts und morgens betreut, oft unter Gefahren für die Betreuer selbst, da überhöhte Geschwindigkeit und rücksichtsloses Fahren nicht selten zu beobachten sind. Durch die Zäune können jedoch nicht alle Tiere abgefangen werden. Daher der Appell an die Autofahrer, um das alljährliche Massensterben von Amphibien auf den Straßen verhindern zu helfen.