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Landrat Marx: Lebensmittelüberwachung ist aktiver Verbraucherschutz

11.03.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat: Lebensmittelüberwachung

ist aktiver Verbraucherschutz

1042 Kontrollen – 177 Mängelberichte

Nur 0,11 Prozent Beanstandungen bei Schlachttieren

VOGELSBERGKREIS ( ). „Die zentrale Aufgabe des Staatlichen Amtes für Lebensmittelüberwachung, Tierschutz und Veterinärwesen ist es, die Gesundheit des Tieres in einer artgerechten Haltung zu schützen und dem Verbraucher den Genuss eines gesunden Lebensmittels zu ermöglichen“, teilt Landrat Jahresbericht des Veterinäramtes mit. Er betont: „Lebensmittelüberwachung ist aktiver Verbraucherschutz.“ Im Vogelsbergkreis unterliegen derzeit 1.842 Gewerbebetriebe gemäß Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz der amtlichen Lebensmittelüberwachung. Es handelt sich um alle Einrichtungen, in denen Lebensmittel hergestellt, behandelt und verkauft werden.

846 Gaststätten, 115 Metzgereien bzw. Metzgereifilialen und Frischfleischabteilungen, 391 Lebensmittelgeschäfte bzw. Lebensmittelabteilungen, 109 Bäckereien und Bäckereifilialen, drei Molkereien und vier Käsereien gab es 2001 im Vogelsbergkreis zu überprüfen. In all diesen Betrieben wurden im vergangenen Jahr 1042 Kontrollen durchgeführt. 321-mal wurden Proben von Lebensmitteln erhoben. Unter anderem wurden auch 48 Lebensmittel-Lkw überprüft. Die Bilanz aller Proben: 177-mal gab es Beanstandungen von Seiten der Kontrolleure. Zwei Verwarnungen wurden ausgesprochen, zwei Strafverfahren eingeleitet, 20 Ordnungswidrigkeiten-Verfahren wurden in Gang gebracht. Elf Gaststätten und Imbissbetriebe mussten wegen unhygienischer Zustände vorübergehend geschlossen werden. Etwa eine halbe Tonne Lebensmittel war für den Verzehr nicht mehr geeignet und wurde daher beseitigt.

Fleischbeschau ist eine weitere zentrale Aufgabenstellung des Vogelsberger Veterinäramtes, wie Hauptabteilungsleiter Dr. Reinhart Gößler erläutert. Im Jahr 2001 wurden 32.787 Schlachtungen durchgeführt. Es handelte sich um 26.798 Schweine, 3.847 Rinder, 2.092 Schafe und 50 Ziegen. Die Amtliche Fleischbeschau führen nach dem harmonisierten EU-Recht 14 amtliche Fleischbeschautierärzte, acht Fleischkontrolleure und ein Trichinenschauer durch. Die Schlachttiere werden nach dem Fleischhygienegesetz und der Fleischhygieneverordnung untersucht.

Nur etwa 0,11 % der Schlachttiere mussten fleischbeschaulich gemaßregelt werden und wurden untauglich beurteilt. In vier Labors in Lauterbach, Büßfeld, Freiensteinau und Eichelsachsen werden Muskelproben aller o.g. Hausschweine und der erlegten Wildschweine auf den Befall mit Trichinen untersucht. Alle untersuchten Tiere waren frei von Trichinen. Über 100 Schweine und Rinder wurden per Stichprobe auf Hormone und Hemmstoffe untersucht.