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Fahrten zu Gedenkstätten - Aktionsprogramm gegen Extremismus

11.03.2002 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Schulen erhielten Unterstützung

für Fahrten in KZ-Gedenkstätten

Aktionsprogramm gegen Extremismus –

Jahresbericht des Schulverwaltungsamtes

VOGELSBERGKREIS ( ). Im Zuge der vielfältigen Bemühungen, politisch motivierter Gewalt entgegen zu treten und alle Formen von Extremismus zu brandmarken hatte der Kreisausschuss für das Jahr 2001 ein Aktionsprogramm gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit in den Schulen des Vogelsbergkreises aufgelegt, was auf einen Beschluss des Kreistages zurückging. Darauf macht Landrat Rudolf Marx im Jahresbericht des Schulverwaltungsamtes aufmerksam. Schulen erhielten Fahrtkostenzuschüsse bei Besuchen von KZ-Gedenkstätten oder konnten Gelder für Aktionstage abrufen. Insgesamt wurden von den bereitgestellten 25.000 Mark (12.800 Euro) für das Aktionsprogramm rund 15.000 Mark (7.700 Euro) von den Schulen in Anspruch genommen.

Mit diesem Aktionsprogramm wurden alle Schulen des Kreises aufgefordert, mit den 9. oder 10. Klassen das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald in Thüringen oder eine andere Gedenkstätte zu besuchen. Dafür wurde jedem teilnehmenden Schüler ein Fahrtkostenzuschuss von zehn Mark gezahlt. Ein weiterer Teil des Aktionsprogrammes bestand in der Durchführung von Schul-Aktionstagen gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit; auch dafür wurden Zuschüsse bereitgestellt. Von einer Vielzahl von Schulen ist dieses Programm in Anspruch genommen worden, in erster Linie für Fahrten zu ehemaligen Konzentrationslagern.

Dieses Programm sollte die vielfältigen Aktionen in diesem Bereich, wie das Projekt SMOG (Schule machen ohne Gewalt) und die Initiative der Bundesregierung „Arbeit und Qualifizierung gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ (Programm XENOS), unterstützen und anschieben. Wie Landrat Marx mitteilt, war es eine einmalige Aktion im Jahre 2001.