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Verein für Berufsausbildung schafft viele Lehrstellen

17.12.1998 Von: Pressestelle

Landrat Lipphardt: Jungen

Menschen zur Seite stehen

Verein für Berufsausbildung stabiler Pfeiler

des Vogelsberger Ausbildungsmarktes

VOGELSBERGKREIS ( ). „Der Verein für Berufsausbildung ist ein stabiler Pfeiler des Vogelsberger Ausbildungsmarktes. Er hat seit seiner Gründung 700 jungen Menschen verlässliche Zukunftsperspektiven geboten“, erklärt Landrat Hans-Ulrich Lipphardt, der auch Vorsitzender des Vereins ist, im Jahresbericht des Hauptamtes (dort ist die Geschäftsführung des Vereins angesiedelt).

 

Der Verein für Berufsausbildung Vogelsberg e.V. hat sich im Jahre 1998 um die Ausbildung in den Bereichen ModeschneiderIn bzw. BekleidungsnäherIn, -fertigerIn, -schneiderIn gekümmert. 12 Jugendliche erlernen einen dieser Berufe.

Der Verein für Berufsausbildung führt die genannten Maßnahmen als eigene Maßnahme durch. Fachpraktisch werden die Auszubildenden in Praktikazeiten bei Firmen im Vogelsbergkreis ausgebildet. Für das Jahr 1999 wird der Verein für Berufsausbildung Mittel für eine neue Ausbildungsmaßnahme für den Ausbildungsberuf ModeschneiderIn bei der Wirtschaftsförderung Hessen - Hessische Landesentwicklungs- und Treuhandgesellschaft - beantragen. Die Wirtschaftsförderung ist zuständig für die Verteilung der Mittel für außerbetriebliche Ausbildungsmaßnahmen. Die Komplementärmittel für die drei Ausbildungsjahre wird der Vogelsbergkreis übernehmen.

Den größten Anteil an der Ausbildungskapazität des Vereins hat die Aenne-und-Konrad-Geisel-Schule (Altenpflegeschule) in Alsfeld. Zu Beginn des Jahres 1998 waren 105 Auszubildende bzw. UmschülerInnen in Ausbildung/Umschulung. 50 TeilnehmerInnen schlossen ihre Ausbildung/Umschulung erfolgreich ab.

Der Vogelsbergkreis hat die Lehranstalt für Altenpflege - sie ist in den Räumen der Firma Eurodress in Alsfeld untergebracht - mit 185.000,00 DM im Jahr 1998 bezuschusst. Die Altenpflegeschule bietet seit 1998 auch viele Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung an. Die Schule beabsichtigt darüber hinaus, ihre Ausbildungskapazität bis zum Jahr 2000 zu verdoppeln.

Die Kreisberufsschule in Alsfeld führt Lehrgänge für die Eingliederung in die Berufs- und Arbeitswelt (z.Zt. 5 Lehrgänge) mit Finanzierung des Hessischen Kultusministeriums durch. Diese Lehrgänge sind sozialpädagogisch zu begleiten. Die sozialpädagogische Betreuung übernimmt der Verein für Berufsausbildung mit eigenem Personal. Diese sozialpädagogische Betreuung wird seitens des Vereines durch Zuschüsse des Hessischen Kultusministeriums kostenmäßig abgedeckt. Die derzeitigen Lehrgänge laufen noch bis zum 31. Januar bzw. bis 31. Juli 1999.

Falls bei der Max-Eyth-Schule Alsfeld im Februar 1999 wieder neue Lehrgänge beginnen, soll der Verein für Berufsausbildung die sozialpädagogische Betreuung weiterhin übernehmen.

Wie bereits im Jahresbericht 1997 mitgeteilt, wurde gemeinsam mit LEADER GmbH eine Verbundmaßnahme organisiert. Dadurch wurden sechs zusätzliche Lehrstellen geschaffen. Seit Anfang November 1997 befinden sich die Auszubildenden in ihrer Ausbildung. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Ausgebildet wird in den Berufsfeldern Industrie- und Bürokaufleute sowie Kaufleute im Einzelhandel. Der Verbund wird mit ortsansässigen Firmen durchgeführt, die sich neben dem Vogelsbergkreis und dem Land Hessen auch finanziell bei der Aufbringung der Komplementärmittel beteiligen.

Der Berufsbildungsbericht für das Jahr 1997 wurde im Mai 1998 mit den abschließenden Daten ergänzt. Im Ergebnis kann positiv festgehalten werden, dass der Verein für Berufsausbildung einer beträchtlichen Zahl Jugendlicher Ausbildungsmöglichkeiten anbietet. Die TeilnehmerInnen absolvieren in der Regel die Ausbildung erfolgreich. Nach ihrer Ausbildung findet der überwiegende Teil der AbsolventInnen eine adäquate Arbeitsstelle.

Im Vogelsbergkreis gibt es unverändert viele Jugendliche, die aufgrund sozialer und bildungsmäßiger Defizite kaum eine Chance haben, erläutert Lipphardt. „Die Gesellschaft kann diese Jugendlichen nicht einfach fallen lassen. Wir müssen helfen“, betont der Landrat. Die Jugendliche können nur mit einer intensiven sozialpädagogischen Betreuung in eine Ausbildung und somit in das spätere Berufsleben integriert werden. Die Erfolgsquote sei hoch.