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Abteilungsleiter aus Vogelsbergkreis und Schmalkalden-Meiningen trafen sich im Landkreis Fulda

02.11.2001 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Marx: „Wir sind nur gut, wenn

wir besser werden wollen“

Intensiver Erfahrungsaustausch aller Abteilungsleitungen

aus Schmalkalden-Meiningen und dem Vogelsbergkreis

VOGELSBERGKREIS ( ). „Wir sind nur gut, wenn wir besser werden wollen.“ Diese These stellte der Vogelsberger Landrat Rudolf Marx an den Anfang einer zweitägigen Tagung aller Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter aus den beiden partnerschaftlich verbundenen Landkreisen Schmalkalden-Meiningen und Vogelsberg. Auf halbem Wege traf man sich vor wenigen Tagen in Hofbieber in der Rhön zur Klausur. In sieben Arbeitsgruppen recherchierten die Fachleute zunächst die gemeinsamen Anforderungen, um dann bereits im Detail nach Wegen noch effektiveren und bürgernahen Verwaltungshandelns zu suchen. Es wurde vereinbart, sich fachbezogen mindestens einmal pro Halbjahr zu treffen.

Landrat Marx wies darauf hin, dass die Mittel für die Fortbildung seit zwei Jahren fast verdoppelt worden seien. Fortbildung sei eine wichtige Investition in die Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und komme direkt wieder den Bürgerinnen und Bürgern zugute. Welche Aufgaben werden wo erledigt? Wie können Entscheidungswege optimiert werden? Welche Technologien sind nötig? Wo kann noch effizienter gearbeitet werden? Wie können die fachlichen Ressourcen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch besser genutzt werden? All diesen Fragen widmeten sich die sieben Arbeitsgruppen – und vereinbarten, die möglichen Lösungen gemeinsam im Detail anzupacken.

Marx würdigte den Erfahrungsaustausch auf der „Management-Ebene“ als Ausdruck der gewachsenen Freundschaft zwischen den beiden Landkreisen. Das erstmalige Treffen aller Amtsleiter – die Fachleute aus den Bauämtern treffen sich schon seit Längerem regelmäßig – sei ein guter Katalysator zur Belebung der mittlerweile zehnjährigen Partnerschaft. Diese Einschätzung wurde von den Amtsleitungen in Hofbieber nachhaltig bestätigt.

An der Veranstaltung nahmen auch die Ersten Kreisbeigeordneten Klaus Thielemann und Karl Erich Weber teil. Thielemann unterstrich die „Aufgeschlossenheit für Neues“ in beiden Landkreisen und sprach den Amtsleitungen aus der Seele: „Direkte Kontakte sind erwünscht“. Erster Kreisbeigeordneter Karl Erich Weber zeigte sich am Ende der Beratungen beeindruckt von der intensiven und sachbezogenen Arbeit der 36 Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter. Weber bekundete sein herausragendes Interesse an der Finanzpolitik. Er wünschte sich die Umsetzung gemeinsam gewonnener Erkenntnisse im Hinblick auf Effektivität und Sparsamkeit. Es sei gut, weiter „vertieft zu arbeiten“. Er dankte den beiden Hauptamtsleitern Erich Bloch (Vogelsbergkreis) und Werner Krebs für die Vorbereitung des Treffens. Bloch seinerseits dankte der Kreispolitik für die Ermöglichung des Erfahrungsaustauschs, der – so ist sich Blochs Kollege Krebs sicher – „ein Selbstläufer wird“.

Sowohl die Unterschiede in der Struktur des Kreises als auch diejenigen im Aufbau der Verwaltung waren kein Hinderungsgrund für das Auffinden etlicher gemeinsamer Herausforderungen. Der Landkreis Schmalkalden-Meiningen mit seinen 147.000 Einwohnern (Vogelsbergkreis 119.000) gliedert sich in drei Regionen, nämlich die Rhön, das Werratal und den Thüringer Wald. Die Fläche ist mit 1200 Quadratkilometern kleiner als der Vogelsbergkreis (1460 Quadratkilometer). In der Verwaltungsgliederung gibt es unterschiedliche Strukturen, sowohl was die Hierarchieebenen als auch die Aufgabenzuordnung im staatlichen und kommunalen Bereich angeht. Dies hinderte jedoch die Fachleute nicht, in den sieben Arbeitsgruppen etliche Gemeinsamkeiten bei Finanz- und Organisationsfragen herauszuarbeiten.

Folgende Arbeitsgruppen wurden gebildet und werden sich zukünftig regelmäßig treffen: Nummer eins: Allgemeine Landesverwaltung, Kommunalaufsicht, Umwelt-/Naturschutz, Amt für öffentliche Sicherheit. Zwei: Jugend, Gesundheit und Soziales. Drei: Bauamt. Vier: Finanzen, Kasse, Rechnungsprüfung, Controlling. Fünf: Personalrat/Frauenbeauftragte. Sechs: Parlamentsbüro, Pressestelle, Persönliches Referat. Sieben: Schulverwaltung, Hochbau, Rechtsamt, Hauptamt.