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Landrat Marx wünscht sich konstruktiven Dialog zur Max-Eyth-Schule

30.04.2001 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Marx: Neue Situation braucht jetzt dringend den konstruktiven Dialog

Landrat äußert Verständnis für Enttäuschung an der Max-Eyth-Schule - "Keine politische Entscheidung"

 

VOGELSBERGKREIS ( ). Landrat Rudolf Marx hat Verständnis für die Enttäuschung an der Max-Eyth-Schule, dass die zunächst vorgesehene Erweiterung des Raumangebots durch eine Überbauung des Werkstattgebäudes aus Kostengründen nicht zustande kommen kann. Gleichzeitig zeigt er sich aber auch verwundert über die massive öffentliche Debatte von Seiten der Schule, denn es sei abgesprochen gewesen, dass sich die Verantwortlichen zeitnah zusammensetzen, um die neue Lage zu erörtern.

 

Die Kreisverwaltung, die politisch Verantwortlichen und die Schulleitung seien in der Tat bis vor Kurzem davon ausgegangen, dass die Investition durchführbar sei. Mit der genauen Kostenermittlung, die nun aber erst seit April vorliege, sei eine "gänzlich neue Situation eingetreten". Von den "harten neuen Fakten" sei Marx genauso überrascht gewesen wie die Schulleitung. Klar ist nämlich jetzt durch die detaillierte Ermittlung in der Bauplanung, dass aufwändige Fundamentarbeiten das Projekt praktisch doppelt so teuer machen würden. Das könne sich der Kreis einfach nicht leisten. Daher komme es jetzt darauf an, wie in der Vergangenheit sachlich und in konstruktiver Weise im Dialog den pragmatischsten Weg gemeinsam zu erarbeiten. Der Landrat sei zu diesen Gesprächen selbstverständlich zu jeder Zeit bereit. Eine zielgerichtete Sachdebatte über die Medien zu führen, hält der Vogelsberger Landrat allerdings nicht für hilfreich.

 

Landrat Marx legt in einer Presseerklärung großen Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der "Bewältigung der neuen Situation selbstverständlich nicht um eine politische Entscheidung gegen die größte Schule des Vogelsbergkreises handelt." Aber es sei schlicht verantwortungslos, die neuen Fakten - mit Kosten bis zu 22 Millionen Mark - zu ignorieren. Als Landrat habe er Verpflichtungen gegenüber insgesamt 42 Schulstandorten und 14 weiteren kreiseigenen Liegenschaften. Er könne nicht sämtliche anderen Sanierungs- und Investitionserfordernisse zurückstellen, indem er das Geld auf Jahre hin für den Standort Max-Eyth-Schule binde. Selbstverständlich würden alle notwendigen Sanierungsarbeiten an der Alsfelder Berufsschule, dazu gehöre das Dach, - mit Millionenaufwand - durchgeführt. Marx betont, in den vergangenen zehn Jahren seien rund neun Millionen Mark in den Standort Max-Eyth-Schule geflossen. Von einer Vernachlässigung der Schule könne also keine Rede sein.

 

Landrat Marx verweist in seiner Erklärung nicht nur auf seine gestaltende Rolle als Schuldezernent. Als Kämmerer sei er zusätzlich gehalten, die Auflagen des Regierungspräsidenten Ernst zu nehmen. Die Beteiligten - auch die Vertreter der Schule - hätten immer gewusst, dass alle Vorhaben unter dem Finanzierungsvorbehalt und der Genehmigungsfähigkeit durch den RP gestanden hätten