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Landrat Marx begrüßt Vereinbarung zu sonderpädagogischen Pflegestellen

18.04.2001 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Landrat Marx: Fachwissen bündeln,

um Kindern besser helfen zu können

Konzept zu sonderpädagogischen Pflegestellen

mit acht nordhessischen Jugendämtern verabredet

VOGELSBERGKREIS ( ). "Die tägliche Praxis im Jugendamt zeigt, dass die Problemlagen von Kindern und Jugendlichen ständig komplexer werden. Dadurch wird auch von Pflegefamilien immer mehr abverlangt." Mit dieser Feststellung kommentiert Landrat Rudolf Marx ein Konzept für die Arbeit von sonderpädagogischen Pflegestellen. Zur Entlastung und Stabilisierung ihrer wertvollen Arbeit müssten sich die Pflegefamilien auf sonderpädagogische Unterstützung verlassen können, betont der Vogelsberger Jugenddezernent.

Die Initiative nordhessischer Jugendämter zur Qualitätsentwicklung wird von der Stadt Kassel sowie den Kreisen Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg, Fulda, Vogelsberg, Werra-Meißner und Kassel getragen. Nach intensiver Vorarbeit ist eine Konzeption entwickelt worden, die vom Vogelsberger Jugendhilfeausschuss und vom Kreisausschuss bereits gebilligt wurde, so Landrat Marx. Gemeinsam verabredete Verfahrensweisen sollen Qualitätsanforderungen vereinheitlichen und Reibungsverluste vermindern.

Landrat Marx begrüßt die nordhessische Initiative ausdrücklich. Die neuen Regelungen seien vor allem für die diejenigen Kinder und Jugendlichen nützlich, die in ihrer Entwicklung besonders beeinträchtigt seien und aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen können. Sonderpädagogische Pflege sei vor allem dann unverzichtbar, wenn starke Entwicklungsrückstände sowie psychische und physische Beeinträchtigungen festzustellen seien. Misshandlungen und Vernachlässigung hinterließen oft Spuren, die intensiver fachlicher Zuwendung bedürften.

Ziel der Vereinbarung sei es auch, so Landrat Marx, einen ausreichend großen Pool von qualifizierten Pflegestellen zu schaffen. Damit ließen sich auch die Leistungen für die Pflegeeltern verbessern. Gemeinsam geplante Fortbildung, Beratung und Supervision gehören ebenso zur nordhessischen Vereinbarung wie die Vereinheitlichung der Aufwendungspauschale für die Eltern.

Interessierte Familien können sich mit ihren Fragen zu den neuen Regelungen an den Pflegekinderdienst des Jugendamtes, Hersfelder Straße 57, 36304 Alsfeld, Telefon 06631 / 792-833, wenden. Wer als sonderpädagogische Pflegestelle tätig werden möchte, kann ebenfalls unter dieser Telefonnummer mit dem Vogelsberger Jugendamt Kontakt aufnehmen.