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Landrat Marx besucht Veterinäramt

23.02.2001 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Bisher kein BSE-Fall im Vogelsbergkreis

Landrat Marx besuchte das Veterinäramt und informierte sich

über die Tätigkeit der Fleischbeschauer und der Lebens-

mittelkontrolleure

VOGELSBERGKREIS ( ). Für den verantwortungsbewussten Umgang mit dem Thema BSE lobte Landrat Rudolf Marx die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Veterinäramtes bei einem Rundgang durch die neuen Räume der Behörde. Es war der erste Besuch des Landrats seit dem Umzug des Veterinäramtes in das ehemalige Arbeitsamtsgebäude in Lauterbach. Im Mittelpunkt seines Gesprächs mit dem Leitenden Veterinärdirektor Dr. Reinhart Gößler stand die BSE-Krise und ihre Auswirkungen und Folgen im Vogelsbergkreis.

"Landwirte und Verbraucher haben ein Anrecht darauf, dass wir ihre Ängste und Sorgen ernst nehmen," erklärte der Landrat und betonte, dass er sich über die zurückhaltende Berichterstattung der Medien im Vogelsbergkreis in den letzten Wochen gefreut habe. Es sei selbstverständlich die Pflicht der Behörden, die Öffentlichkeit über Fakten zu informieren. Über Verdachtsmomente zu sprechen, lehnte Marx ab. Nur Fakten gewährleisteten eine sachgerechte öffentliche Diskussion.

Die Fleischbeschauer und Lebensmittelkontrolle sind im gesamten Kreisgebiet unterwegs, nehmen Proben, prüfen die Fleischqualität und die Deklaration der Waren. Bisher habe es im Vogelsbergkreis noch keinen BSE-Fall gegeben.

In den 24 Fleischbeschaubezirken des Vogelsbergkreises sei allerdings ein Rückgang der Schlachtzahlen bei den Rindern festzustellen. Waren es im Januar des vergangenen Jahres noch 469 Schlachttiere, wurden im Januar dieses Jahr nur 238 Tiere gezählt. "Die Schlachtzahlen haben sich halbiert," stellte Marx fest. Die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Landwirte, die Rinder hielten, lägen auf der Hand. Existenzielle Ängste machten sich unter den 1.514 Betriebsinhabern breit. Im Vogelsbergkreis stünden knapp 70.000 Rinder in den Ställen.