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Förderbescheide in Höhe von 86.648 Euro überreicht: Projekte in Unter-Seibertenrod, Salz und Dirlammen | Förderung in Höhe von knapp 96.000 Euro für Kirtorf, 64.000 Euro für Homberg

17.11.2016 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Bürgermeister Heiko Stock, Ortsvorsteher Manfred Luft, Bürgermeister Sascha Spielberger, Margit Kock-Wagner, Dr. Jens Mischak, Bürgermeister Edwin Schneider und Ortsvorsteher Wolfgang Geiß (v. l.) nach der Bescheidübergabe | Fotos: Gaby Richter

Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk erhielten am Mittwochnachmittag die Bürgermeister von Ulrichstein, Freiensteinau und Lautertal. Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak und Margit Kock-Wagner vom Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum überreichten ihnen im Dorfgemeinschaftshaus „Kulturelle Mitte“ in Unter-Seibertenrod vier Bescheide mit einer Gesamtsumme von 86.648 Euro zur weiteren Umsetzung von Projekten in der Dorferneuerung (DE). Auch für Kirtorf und Homberg hatte es zuvor einen Geldregen für mehrere Projekte gegeben: Insgesamt 95.578 Euro gingen an Kirtorf für den barrierefreien Umbau des DGH Arnshain und die Sanierung des Jugendraumes in Wahlen; Homberg erhielt 64.093 Euro für die Gestaltung des Außenbereiches am DGH Ober-Ofleiden sowie für die Anlage und Gestaltung des "Welcker-Wiesen-Weges" als innerörtliche Wegeverbindung in Ober-Ofleiden.

So erhielt Ulrichsteins Bürgermeister Edwin Schneider eine Zuwendung für die seit 2009 laufende Dorferneuerung im Stadtteil Unter-Seibertenrod von 14.156 Euro für die Sanierung des ehemaligen Bullenstalls. Bei Gesamtausgaben von 24.066 Euro soll eine Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten des Ortsbild prägenden Gebäudes erfolgen. Der „Bullenstall“ wird von der Dorfbevölkerung vor allem für das Unterstellen von Geräten und Möblierung genutzt. Der Einbau eines zweiten Tores und die Sanierung des Pflasterbodens im Innenraum soll dies verbessern. Außerdem soll die Sanierung der Ostseite des Gebäudes für eine Optimierung des äußeren Erscheinungsbilds sorgen.

Eine Zuwendung in Höhe 36.328 Euro gab es für Sanierungs- und Begrünungsmaßnahmen am Friedhof. Bei Gesamtausgaben von rund 71.500 Euro soll hier die Sanierung der historischen Friedhofsmauer im Einklang mit dem Denkmalschutz erfolgen. Neu gestaltet werden dabei der Eingangsbereich sowie die Bepflanzung. Zusätzliche Arbeiten ohne Förderung sind die Weg- und Platzgestaltung sowie die Beschilderung zum Friedhof. Die Dorferneuerungsmaßnahme in Unter-Seibertenrod läuft im Jahre 2017 aus.

Auch der Freiensteinauer Ortsteil Salz wurde in 2009 in die Dorferneuerung aufgenommen und läuft in 2017 aus. Hier erhielt Bürgermeister Sascha Spielberger für die Gemeinde 16.204 Euro Zuwendung zur Sanierung des ehemaligen Backhauses, das jetzt als Buswartehäuschen genutzt wird. Mit Gesamtausgaben von rund 25.700 Euro soll das ortsbildprägende Gebäude, das einen offenen Aufenthaltsraum beinhaltet, eine Sanierung der Fassade und des Innenraums erfahren, damit die Aufenthaltsqualität beim Warten angenehmer ist.

Im Jahr 2011 startete Lautertal mit den Ortsteilen Dirlammen und Hörgenau in die Dorferneuerung. Ein Jahr später nutzte die Gemeinde die Option und stieg auf das „gesamtkommunale DE-Verfahren“ um. Die Laufzeit geht bis zum Jahre 2020. Die bewilligten Fördermittel kommunal und privat belaufen sich bereits jetzt auf über eine Million Euro, davon mehr als 70 Prozent Privatförderung inklusive des Kindergartenumbaus durch die Kirche. Das Investitionsvolumen bezifferte Dr. Mischak mit rund 3,1 Millionen Euro.

Bürgermeister Heiko Stock erhielt für die Gestaltung innerörtlicher Freiflächen im Ortsteil Dirlammen eine Zuwendung von 19.960 Euro für die mit Gesamtkosten von 33.900 Euro geplante Gesamtmaßnahme. Schwerpunkte sind dabei der Außenbereich des Backhauses und des Dorfgemeinschaftshauses. Zur Dorfentwicklung im Vogelsbergkreis insgesamt, führte Dr. Mischak aus, dass in 2016 eine Zuwendungssumme von 2,4 Millionen Euro bei einem Investitionsvolumen von rund 6,6 Millionen Euro gezahlt wurde. Insgesamt seien derzeit 63 Dörfer in der Dorferneuerung. Die Privatförderung sei dabei eine eigenständige und wichtige Säule und werde sehr gut angenommen.

Als Ziele der Dorfentwicklung nannte der Erste Kreisbeigeordnete die Erhaltung der Dörfer im ländlichen Raum als attraktiven und vitalen Lebensraum, eine aktive Gestaltung des demografischen Wandels, die Stärkung der zentralen Funktionen in den Ortskernen, die Stärkung einer guten und zukunftsfähigen Wohnqualität in den Dorfkernen sowie die Steigerung der Energieeffizienz und die Mobilisierung und eigenständige Entwicklung von wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Potenzialen.

Alle drei Bürgermeister waren sehr erfreut über die Zuwendungen und sagten dem Amt für Wirtschaft und den ländlichen Raum sowie dem zuständigen Ministerium Dank für die Förderbescheide, denn damit könnten jetzt die Projekte angefangen werden. Dieter Graulich

Dorfentwicklung Kirtorf

Kirtorf ist 2013 auf gesamtkommunaler Ebene in die Dorfereneurung gestartet: In 2014 wurde das integrierte gesamtkommunale Entwicklungskonzept Kirtorf (IKEK) als Grundlage für die Förderung von Projekten mit aktiver Bürgerbeteiligung erarbeitet. Kirtorf befindet sich mitten in der Projektumsetzung, die Laufzeit endet 2022. Bisher wurden Fördermittel (kommunal und privat) von über 700.000 Euro (mehr als 50% Privatförderung) mit einem Investitionsvolumen von 2,35 Mio. Euro bewilligt.

Dorfentwicklung Homberg/Ohm-Ober-Ofleiden

Ober-Ofleiden ist 2009 als Einzelschwerpunkt in das DE-Verfahren aufgenommen worden. Grundlage für die Projektförderung bildet das Dorfentwicklungskonzept (DEK), welches die Bürgerinnen und Bürger aktiv miterarbeitet haben. Der DE-Prozess läuft noch bis 2017, bis zum 30.09. dieses Jahres konnten noch private und kommunale Anträge gestellt werden. Davon wurde vor allem von privater Seite reichlich Gebrauch gemacht, umfassende Vorhaben liegen noch zur Bewilligung in 2017 vor. Bisher wurden Fördermittel (kommunal und privat)  in Höhe von über 650.000 Euro (mehr als 50% Privatförderung) mit einem Investitionsvolumen von ca. 2 Mio. Euro bewilligt.

Für Margit Kock-Wagner gab es als besonderes Dankeschön belgische Macarons, die ihr die drei Bürgermeister von ihrem Besuch in Brüssel mitgebracht hatten.