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Landrat Marx stellt Kontaktstelle für Ehrenamt und Senioren vor

18.01.2001 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Landrat Marx stellt Kontaktstelle für

Ehrenamt und Seniorenberatung vor

Neues Angebot des Kreises - Fortführung des Bundesprojektes

VOGELSBERGKREIS ( ). Landrat Rudolf Marx stellt ein neues Angebot im Vogelsbergkreis vor: eine Kontaktstelle für Ehrenamt und Seniorenberatung. Der Kreis habe vier Jahre lang erfolgreich ein Modellprojekt des Bundes im Vogelsbergkreis durchgeführt, dessen Ergebnisse man nun sorgfältig ausgewertet habe. Die Erfahrungen zeigten, dass ein Bedarf nach einer zentralen Kontakt- und Anlaufstelle bestehe.

Schon mit dem Anfang der neunziger Jahre verabschiedeten Altenplan des Kreises wurden eine Reihe von Vorschlägen gemacht, deren Verwirklichung man unter den veränderten Rahmenbedingungen des Pflegeversicherungsgesetzes bereits während der Modellprojektphase in Angriff genommen habe. So habe man in Zusammenarbeit mit den Sozial- und Diakoniestationen und den Krankenhäusern Beratungs- und Informationsangebote entwickelt, mit dem Ziel, den pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen Orientierungen an die Hand zu geben.

Ehrenamtliches und bürgerschaftliches Engagement werde immer bedeutsamer. "Ohne die Notwendigkeit einer fachlich qualifizierten Pflege und eines flächendeckend ausgebauten, leistungsfähigen Altenhilfesystems in Frage stellen zu wollen, ist nicht nur aus Kostengründen ehrenamtliches Engagement unverzichtbar", meint Landrat Marx. Ehrenamtliche Tätigkeiten und bürgerschaftliches Engagement seien eigenständige Elemente, die zu einer professionellen Versorgung hinzukommen müssten, die besondere Aufgaben übernähmen, ohne die ein Leben zu Hause in Würde nicht möglich sei. Es gebe im Vogelsbergkreis bereits vielversprechende Ansätze, wie zum Beispiel Seniorengenossenschaften und Fördervereine, die zeigten, dass die Bereitschaft zu einem solchen Engagement vorhanden sei. Sie sollten durch den Kreis unterstützt und gefördert werden gerade auch unter dem Gesichtspunkt, dass neue Angebote immer einige Zeit benötigten, bis sie sich etabliert hätten.

Die im Amt für soziale Sicherung der Kreisverwaltung eingerichtete neue Kontaktstelle, die die bisherige Koordinierungsstelle für ambulante Pflegedienste ablöse, habe die folgenden vorrangigen Aufgaben: Anlaufstelle für alle Fragen und Problemstellungen im Zusammenhang mit der Pflege, die Förderung des ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements zu fördern, Beratung und Hilfestellungen für Bürgerinnen und Bürger.

Die Kontaktstelle sei aber auch Ansprechpartner für Initiativen, Vereine, Wohlfahrtsverbände und für die Kommunen. Darüber hinaus wende sich die Stelle auch an Pflegebedürftige und ihre Angehörigen als Anlaufstelle für alle Fragen und Problemstellungen, die mit der Pflegeversicherung zusammenhängen.

Die Einrichtung einer Wohnraumberatungsstelle sei in Vorbereitung und werde mit ihrer Tätigkeit beginnen, sobald man eine geeignete Person im ehrenamtlichen Bereich gefunden habe. Landrat Marx betont, dass sich die Angebote der Kontaktstelle auch an Menschen mit Behinderungen und an deren Angehörige richteten.

Die Kontaktstelle für Ehrenamt und Seniorenberatung ist telefonisch montags bis freitags von 8.30 bis 12.00 Uhr unter der Rufnummer 06641/977-200 zu erreichen. Weitergehende Beratungstermine können nach einer ersten telefonischen Kontaktaufnahme vereinbart werden.