Kontakt
Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
Goldhelg 20
36341Lauterbach (Hessen)
Telefax: +49 6641 9775 333

Neues Infektionsschutz-Gesetz

08.01.2001 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Der alte Gesundheitsausweis

hat ausgedient

Neues Infektionsschutz-Gesetz ist in Kraft getreten -

Umfassende Aufklärung steht jetzt im Vordergrund

VOGELSBERGKREIS ( ). Am 1. Januar ist das Infektionsschutzgesetz (IfSG) in Kraft getreten und löst das Bundesseuchengesetz aus den 60er-Jahren ab. Darauf macht das Kreis-Gesundheitsamt in einer Pressemitteilung aufmerksam.

Statt der alten Regelung mit einmaliger Untersuchung vor Aufnahme der Tätigkeit, setzt die neue Vorschrift auf die Vermittlung von Kenntnissen durch Belehrung und Information sowie auf eine Zusammenarbeit der Beteiligten. Das Gesundheitsamt wird deshalb Personen, die im Lebensmittelbereich gewerbsmäßig tätig werden, vor erstmaliger Aufnahme der Tätigkeit in mündlicher und schriftlicher Form über Hindernisgründe und über Verpflichtungen informieren und belehren.

Dieses Vorgehen setzt jedoch die persönliche Vorstellung des Mitarbeiters im Lebensmittelbereich im Gesundheitsamt voraus. Auch muss sichergestellt werden, dass der Belehrte danach in der Lage ist, Hindernisgründe die gegen eine Aufnahme der Tätigkeit sprechen, bei sich zu erkennen und sich danach zu verhalten. So hat er schriftlich zu versichern, dass keine Hindernisgründe bei ihm bekannt sind. Hierzu gehören zum Beispiel auch vorangegangene Aufenthalte in einem Gebiet mit höherer Wahrscheinlichkeit von Darminfektionen (Fernreisen etc.).

Für Personen die schon in Besitz eines Gesundheitsausweises sind, benötigen nur die jährliche Belehrung durch den Arbeitgeber, solange sie nicht den Arbeitgeber wechseln.

Das Gesundheitsamt in Lauterbach (Bahnhofstraße 51) wird zweimal wöchentlich, und zwar am Montag von 9.00 - 11.00 Uhr und am Mittwoch von 14.00 - 15.00 Uhr nach telefonischer Terminabsprache mit Frau Rippl-Göbel unter der Telefonnummer 06641/977-406 die erforderliche Belehrung und Information anbieten.

Das Gesundheitsamt in Alsfeld (Färbergasse 3) bietet ab Januar 2001 die Belehrung nach Terminabsprache an. Interessenten mögen sich bitte mit Frau Heddrich unter der Telefonnummer 06631/792763 in Verbindung setzen. Ab März 2001 wird dann eine neue Regelung mit festen Terminen eingeführt.

Die Belehrung nach § 43 IfSG hat eine Gültigkeit von einem Jahr. Der Arbeitgeber hat Personen, die vor Aufnahme der Tätigkeit vom Gesundheitsamt belehrt worden sind, am ersten Arbeitstag nochmals und im Weiteren jährlich über die entsprechenden Tätigkeitsverbote und über die Verpflichtungen zum hygienischen Arbeiten zu belehren.

Im Rahmen des bisherigen Bundesseuchengesetzes war es erforderlich, dass Personen, welche mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, einen Gesundheitsausweis vorweisen konnten. Im Rahmen des Bundesseuchengesetzes wurde seinerzeit geregelt, dass dem Antragsteller vor erstmaliger Aufnahme seiner Tätigkeit durch das Gesundheitsamt ein zeitlich unbegrenzt gültiges Zeugnis ausgestellt wurde. Bis 1979 waren sogar jährliche Wiederholungsuntersuchungen zum Auffinden von Dauerausscheidern, welche Lebensmittel infizieren könnten vorgesehen. Ab 1980 galt der Ausweis dann lebenslang, da die bisherigen Routine-Untersuchungen nicht gewährleisten konnten, Dauerausscheider aufzufinden. Untersuchungen belegten, dass infiziertes Personal als Ursache von lebensmittelbedingter Infektion und Intoxikation eine vergleichsweise geringe Rolle darstellen.

Weitere Informationen sind bei Bedarf erhältlich bei dem Leiter der Abteilung für Infektionsschutz im Vogelsberger Gesundheitsamt, Herrn Dr. med. Henrik Reygers unter der Telefonnummer 06641/977-401 sowie unter den oben genannten Telefonnummern.