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Kirche, Kreis und Stadt Schotten vereinbaren Vertrag über Schul-Sozialarbeit

03.01.2001 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Landrat Marx: Zur Stärkung

der Familie tätig werden

Kirche, Kreis und Stadt Schotten bringen

Projekt "Schulbezogene Jugendarbeit" in Gang

VOGELSBERGKREIS ( ). "Es ist unser gemeinsames Anliegen, die Familien zu stärken und Konflikte am Besten dadurch zu verhüten, dass man sie gar nicht erst entstehen lässt." Dies sagte Landrat Rudolf Marx in Schotten, als er gemeinsam mit Dekan Wolfgang Keller von der evangelischen Kirche, Bürgermeister Hans-Otto Zimmermann und Stadtrat Hermann Dilling einen Vertrag unterzeichnete, der nun ein innovatives, auf fünf Jahre angelegtes Projekt auf den Weg bringt: Schulbezogene Jugendarbeit in Schotten.

Die Jugendhilfeplanung des Landkreises hatte es deutlich belegt, dass Schotten ein Schwerpunkt für vorbeugende Aktivitäten sein solle. Den Verantwortlichen war schnell klar: Vor allem müssen die drei Schottener Schulen mit an den Tisch, an dem geplant wurde, mit welchen Mitteln der Sozialarbeit Konflikte verhindert oder entschärft werden können. Um so mehr freuten sich nun der Landrat, der Bürgermeister und der Dekan, dass Kreis, Stadt und Kirche an einem Strang gezogen haben - nicht nur bei der Konzeption (die Rahmenvereinbarung ist bereits im Sommer vergangenen Jahres beschlossen worden), sondern auch bei der Finanzierung. Drei Mitarbeiter, die vom Träger des Projekts (Evangelisches Dekanat Schotten und Diakonisches Werk Wetterau) für die Dauer von fünf Jahren eingestellt werden, werden sich ab April diesen Jahres um die Problemlagen der jungen Menschen kümmern, werden sich jedem einzelnen Fall widmen. Die Personal- und die Sachkosten (hierzu gehört auch die Weiterbildung) teilen sich Kreis, Kirche und Stadt im Verhältnis 40:40:20. Dem Träger steht ein Beirat zur Seite, dem neben den Finanziers auch Vertreter der Schulen des Teams und der Dekanatsjugendreferent angehören.

1.500 Schülerinnen und Schüler werden täglich in Schotten unterrichtet. Dekan Wolfgang Keller betonte während der Unterzeichnung die gleichberechtigte Teilnahme der Grundschule, der Gesamtschule und der Schule für Lernhilfe am Projekt. Die Sozialarbeiter der Kirche werden "das Schulumfeld in den Blick nehmen" - die Familie, die Clique, die räumliche Umgebung. Es gehe um die Lösung von Problemen, die die Schule allein nicht lösen könne.

Landrat Rudolf Marx sprach von einem "erneuten Beweis, dass Dinge voran kommen, wenn man sie gemeinsam anpackt". Allein hätte keiner die nötige Finanzierung schaffen können. Mit dieser Art der Umsetzung der Jugendhilfeplanung sei man auf dem richtigen Weg. Hierbei sei auch die breite politische Übereinstimmung für ein solches Projekt unverzichtbar. Bürgermeister Hans-Otto Zimmermann lobte ebenfalls die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadt, Kreis und Kirche.