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Land Hessen, Landkreis und Landessportbund arbeiten zusammen – Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse für Empfehlungen nötig

05.07.2016 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Manfred Görig (Mitte) und Sportkreisvorstand Werner Eifert (links) und Erwin Mengel (rechts) unterzeichneten die Vereinbarung zur Sportentwicklungsplanung. Foto: Vogelsbergkreis

Wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer kreisweiten Sportentwicklung

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem  kreisweiten Prozess der Sportentwicklung ist getan: Der Vogelsbergkreis hat gemeinsam mit dem Sportkreis Vogelsberg eine Vereinbarung zur Bildung einer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft unterzeichnet. Neben dem politischen Kreis und dem Sportkreis haben auch 18 der 19 Städte und Gemeinden im Vogelsbergkreis bereits beschlossen, im Sinne einer zielgerichteten Weiterentwicklung des kreisweiten Sportangebots künftig enger zusammen zu arbeiten.

Im Vogelsbergkreis gelingt es damit erstmals in Hessen, alle wichtigen Akteure, die für die Gestaltung der Rahmenbedingungen von Sportausübung verantwortlich zeichnen, an einen Tisch zu bringen. Das Land Hessen, in dessen Landesverfassung der Schutz und die Pflege des Sports als Staatsziel verankert ist, hat bereits signalisiert, diese Form kooperativer Planung unterschiedlicher Akteure innerhalb eines Landkreises als besonders empfehlenswertes Projekt interkommunaler Zusammenarbeit (IKZ) auch finanziell zu fördern. Auch der Landessportbund als Dachverband aller Sportvereine in Hessen begrüßt und unterstützt die Zusammenarbeit ausdrücklich. Sobald auch die Städte und Gemeinden die Vereinbarung unterzeichnet haben, kann der offizielle Antrag zur Förderung der Arbeitsgemeinschaft als IKZ-Projekt gestellt werden. Noch in diesem Jahr, so hofft der stellvertretende Vorsitzende des Sportkreises Erwin Mengel, wird dann der eigentliche Planungsprozess in Gang kommen.

In einem bereits vor einiger Zeit durchgeführten, vorbereitenden Workshop unter Beteiligung zahlreicher Akteure aus Vereinen und Kommunen wurde vereinbart, als ersten Schritt eine Bestandsaufnahme von Sportangeboten und Sportstätten sowie eine umfassende Bedarfsanalyse zu erstellen. Auf dieser Basis sollen dann gemeinsam Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Sportangebots im Kreis entwickelt werden. Der Landrat und die Vereinsvertreter versprechen sich davon auch, dass die vorhandenen knappen Mittel zukünftig noch besser im Sinne der Sporttreibenden eingesetzt und vor allem die ehrenamtlich organisierten Sportvereine damit nicht nur finanziell sondern auch in ihrer inhaltlichen Ausrichtung noch wirkungsvoller unterstützt werden können.

Schon seit vielen Jahren unterstützt der Vogelsbergkreis den Vereinssport vor allem durch die unentgeltliche Bereitstellung aller kreiseigenen Sporthallen und Übungsräume in den 38 Schulen des Kreises. Der Landesrechnungshof beziffert den Wert dieses Angebots auf über eine Million Euro jährlich und stellt die kostenlose Nutzung in der jüngsten vergleichenden Untersuchung erneut in Frage. Die neue Koalition aus CDU und SPD, so erklärt Landrat Manfred Görig, hat sich aber trotz erheblicher Sparzwänge darauf verständigt, den Vereinen auch zukünftig die kostenlose Nutzung der kreiseigenen Sportstätten zu ermöglichen. Darüber hinaus zahlt der Vogelsbergkreis aus seinen freiwilligen Mitteln auch in diesem Jahr wieder rund 140.000 Euro für die direkte Förderung der Jugendarbeit der Sportvereine und für notwendige Investitionen. „Die Sportvereine und die sportinteressierte Bevölkerung haben den Landkreis weiterhin als verlässlichen Partner an ihrer Seite, darauf können sie sich verlassen.“