Kontakt
Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
Goldhelg 20
36341Lauterbach (Hessen)
Telefax: +49 6641 9775 333

Erfolgreiches Vogelsberger Familienwochenende

21.12.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

"Zeitenwende - Wendezeit"

135 Menschen waren sich nah

Landrat Marx zu Gast beim vorweihnachtlichen

Familienwochenende im Kolpingferiendorf

VOGELSBERGKREIS ( ). Bereits zum achten Male fand am vergangenen Wochenende im Kolpingferiendorf in Herbstein das Vogelsberger Familientreffen statt. Insgesamt 33 Familien mit 135 Personen - vom Säugling bis zur Großmutter - widmeten sich zwei Tage lang dem Thema "Zeitenwende - Wendezeit" intensiv.

Der Freitag Nachmittag und Abend diente wie immer zur Einstimmung, zum Abschalten vom Alltag, zum Einlassen auf das Thema. In diesem Jahr baute Wolfgang Weiser von der Fachstelle für Suchtprävention im Vogelsbergkreis mit den Erwachsenen am Abend eine "Wunderdroge", die dabei helfen sollte, die Wendezeiten und Brüche im Verlauf des Lebens besser bewältigen zu können. Bedingung war, dass sie "kostenlos, jederzeit verfügbar und nicht süchtig machend" sein sollte. Die Ergebnisse waren verblüffend und vielfältig - die Haupterkenntnis lag aber darin, dass jeder Mensch eine solche "Wunderdroge" in sich selbst hat, er muss sie nur entdecken.

Der Landrat des Vogelsbergkreises, Rudolf Marx, konnte sich am Samstag Morgen mit eigenen Augen davon überzeugen, was "produktive" Familienarbeit bedeutet: In allen Räumen des Kolpingferiendorfes wurde intensiv gearbeitet. Da wurden die Elemente im Wald erforscht, aus Baumstücken und Ästen wunderschöne Lampen hergestellt, Tänze einstudiert, Uhren angefertigt, gemalt, das Internet nach dem Thema Zeit erforscht und für den Abend ein großes Zeitenfest vorbereitet. Eine Gruppe nutzte den Tag zur Entspannung und Ruhe bei Yoga mit Andrea Zentgraf. Die kleinsten Familienmitglieder beschäftigten sich im Kindergarten auf ihre Art und Weise ebenfalls mit dem Thema.

Das, was da im Laufe des Samstag entstand, ist mehr als erstaunlich und konnte im Rahmen eines "Zeitenfestes" den anwesenden Gästen präsentiert werden: 13 Lampen (zum Teil mehr als 2 Meter hoch) wurden unter Anleitung von Dagmar Hass und Reinhold Schweizer produziert, 8 Uhren konnten in der Werkstatt von Stefan Jäger entstehen, ein Bilder-Märchen - ausgedacht und initiiert von Inka Gisela Kellermann - wurde von der Malgruppe vorgestellt. Da ist von einem Volk die Rede, das von der Zeitkrankheit befallen ist, die sich zeigt durch angespannte Gesichter, große Hetze und einem gereizten, fast aggressiven Umgangston.

Aber wie immer im Märchen, findet die Geschichte einen guten Schluss, weil die Königs-tochter eine Eingebung hat, die sie auf die "Quelle der Zeit" hinweist. Die kann aber nur finden, "wer sich statt auf die Zeit auf das besinnt, was die Zeit wie eine große Schale einschließt. Es ist das, was im Leben und Zusammenleben der Menschen schon immer das Wichtigste und Wertvollste war" - nämlich die Liebe.

Das Erlebnis von Zeit an diesem Wochenende hatte fast etwas Märchenhaftes und als es am Samstag noch zu schneien begann, passte das so richtig zu der Stimmung, die überall spürbar war.

"Für mich beginnt jedes Jahr am 3. Advent, wenn ich bei dem Familienwochenende in Herbstein war, die Weihnachtszeit" meinte ein Mutter beim Abschied. Es ist eine gute Form der Einstimmung auf das Fest der Liebe und ist sicher auch deshalb jedes Jahr innerhalb kürzester Zeit ausgebucht.

Dieses jährlich sich wiederholende Angebot wird aktiv unterstützt und mitfinanziert vom Katholischen Bildungswerk Oberhessen, dem Kolpingferiendorf und dem Kreisjugendamt.