Kontakt
Sabine Galle-Schäfer, Presse/Kommunikation
Kreisverwaltung des Vogelsbergkreises
Goldhelg 20
36341Lauterbach (Hessen)
Telefax: +49 6641 9775 333

Marx: Rundfunk hilft regionaler Kultur

05.12.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Marx appelliert an Koch:

Rundfunk hilft der Kultur

Weniger Einnahmen befürchtet -

Unterstützung für Vollmöller-Initiative

VOGELSBERGKREIS ( ). In Wiesbaden wird gegenwärtig ein Gesetz beraten, das möglicherweise direkte Auswirkungen auf wichtige kulturelle Ereignisse in der Kreisstadt Lauterbach - und nicht nur da - haben könnte. Wenn nämlich durch eine Änderung des Privatrundfunkgesetzes die Gelder anders, nämlich deutlich zugunsten der privaten Sender verteilt würden, dann hätte der Kultursender des Hessischen Rundfunks (hr2) nicht mehr genug Geld, um vor Ort Aufnahmen zum Beispiel von den Lauterbacher Pfingstmusiktagen oder den Hohhaus-Konzerten zu machen. Damit würden wichtige Einnahmen für die örtlichen Akteure wegfallen, was die Veranstaltungen gefährden könnte.

Hierauf macht Landrat Rudolf Marx aufmerksam, der sich in dieser Frage an den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch gewandt hat. Er unterstützt damit eine Initiative des Bürgermeisters der Kreisstadt Lauterbach, Rainer-Hans Vollmöller, zur Beibehaltung des sogenannten "Zwei-Prozent-Anteils" des Gebührenaufkommens. Die Sicherstellung des regionalen Kulturauftrages bedürfe auch der finanziellen Absicherung durch die Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk, so Marx in seinem Brief an Koch.

Der Landrat macht deutlich, dass er die Auffassung des Bürgermeisters teile, renommierte Veranstaltungen, die weit über die Landesgrenzen für Aufmerksamkeit sorgen - wie die "Lauterbacher Pfingstmusiktage" oder auch die "Hohhauskonzerte" könnten in Gefahr geraten, wenn die Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk enden müsste.

Zum einen gingen wichtige, fest einkalkulierte Einnahmen verloren. Zum anderen wäre es ein kulturpolitischer Verlust, wenn hochrangige regionale Musikveranstaltungen beispielsweise in hr2 nicht mehr hessenweit zu hören wären, führt Marx weiter aus. Überdies sei für die Künstlerinnen und Künstler die Tatsache, dass "ihre" Veranstaltung im Radio gesendet werde, eine starke Motivation zu noch besserer Leistung. "Es wäre aus meiner Sicht sehr bedauerlich, wenn hier Potenziale - gerade von jungen Menschen - verloren gehen müssten. Einer Frustration bei ehrenamtlichen Organisatoren sollte außerdem vorgebeugt werden", unterstreicht Landrat Marx.

Marx hofft nun, dass im laufenden Gesetzgebensverfahren die regionalen Argumente mit in die Debatte eingebracht werden und hofft auf die Unterstützung des Regierungschefs.