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Netzwerk Frühe Hilfen: vielfältig, hilfreich und regional

11.02.2016 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Koordinatorin Anett Wunderlich (links) beim Netzwerktreffen Frühe Hilfen Vogelsbergkreis – Austausch und Informationen zu neuen Angeboten. Foto: Jugendamt.

Treffen Vogelsberger Akteure – Sozialraumorientierung auf dem Plan

Beim Netzwerktreffen Frühe Hilfen gab es einen Jahresrückblick zur Sozialraumentwicklung und Neuausrichtung des Jugendamtes, es ging um die aktuelle Situation der unbegleiteten minderjährigen Ausländer und um das Bekanntmachen neuer Angebote für junge Familien. „Der regelmäßige Austausch der Akteure aus dem Vogelsbergkreis, die Beratungs-, Hilfs-, und Unterstützungsleistungen anbieten ist wichtig, um die verschiedenen Angebote abzustimmen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam aktuelle Themen zu bearbeiten“, fasst Koordinatorin Anett Wunderlich zusammen.

Helmut Benner, stellvertretender Amtsleiter des Jugendamtes, berichtete über die Sozialraumkonzeption und die damit verbundene Neuausrichtung: Erziehungsberatung wird im Kreis inzwischen durch mehrere Kooperationspartner flächendeckend angeboten. Neben der aktuellen Flüchtlingssituation sind der Ausbau des Pflegekinderwesens, die Planung von sogenannten Sozialraumkonferenzen Themen, die das Jugendamt und den Jugenddezernenten Peter Zielinski beschäftigen.

Für die Planung und Durchführung der regionalen Sozialraumkonferenzen in 2016 sind sogenannte Sozialraumteams verantwortlich. „Das ist neu und innovativ und soll zu individuellen, passgenauen, flexiblen Hilfen für Eltern und Kindern führen, in deren Zentrum der Mensch und seine Ressourcen stehen sollen“, sagte Zielinski. Auch Konzepte der stationären Unterbringung sollen möglichst wohnortnah umgesetzt werden, um die Beteiligung der Eltern zu stärken und das soziale Umfeld der Kinder zu nutzen.

Aktuelle Zahlen aus dem Familienservice Frühe Hilfen besagen, dass 2015 120 Familien mit Angeboten von Familienhebammen, Familienkinderkrankenschwestern, Familienbegleiterinnen und Familienpatinnen sowie durch Elternbildungsgutscheine begleitet und unterstützt werden konnten.

Unterschiedliche Kommunen haben auch unterschiedliche „Begrüßungsgeschenke“ für neue Erdenbürger: Von Gutscheinen, Geldzuwendungen, Windelpaketen oder Bauzuschüssen bis hin zum Begrüßungsbesuch reicht die Palette. Auch bei den Angeboten für Eltern gibt es eine große Vielfalt, aber noch keinen wirklichen Überblick. Das Netzwerk ruft alle Anbieter auf, ihre Angebote an den Familienservice weiterzugeben, damit diese auf der Seite des Bündnisses für Familie unter  www.vogelsberg-familienfreundlich.de veröffentlicht werden können.

Jutta Bormann und Beate Otte-Frank von Menschen´s Kinder e. V. Schotten stellten das neue Café „Abenteuer Leben“ vor, Michael Volk von der Behindertenhilfe Vogelsberg zeigte die Zugangswege zur Frühförderung auf und Heike Ludwig vom Diakonischen Werk berichtete über den Treff für Migranten und Flüchtlinge sowie die interkulturelle Mutter-Kind-Spielgruppe. Informationen über die vertrauliche Geburt gaben Heike Ludwig (Diakonisches Werk) und Siggi Platschka (pro familia), näheres dazu auch im Internet unter www.geburt-vertraulich.de.

Im Jahr 2016 wird es dank einer Spende des Kinderschutzbundes Lauterbach für noch mehr Familien möglich sein, Elternbildungsgutscheine zu nutzen.

Außerdem ist eine Neuauflage des Wegweisers für junge Familien und ein Begrüßungstäschchen des Familienservice Frühe Hilfen für alle Neugeborenen im Kreis in Vorbereitung.