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Pfordter Brücke: Bezahlbare Lösung finden

26.01.2016 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Dr. Markus Harzenetter (Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege, li.) besichtigte die Brücke in Pfordt – mit Baudezernent Heinz Geißel, Horst Schmidt (Sachbearbeiter), Landrat Manfred Görig, Martin Wedler und Thomas Hahn (Stadtverwaltung Schlitz), Bauamtsleiter Bernhard Hofmann, Bezirksdenkmalpfleger Ansgar Brockmann und Pfordts Ortsvorsteher Willy Kreuzer (von links) erörterte er Sanierungs- und Finanzierungsmöglichkeiten. Foto: Gaby Richter, Pressestelle Vogelsbergkreis

Ortstermin mit Landesdenkmalpflege, Bauamt und Vertretern der Stadt

Die Brücke bei Pfordt war der erste Ortstermin, den Dr. Markus Harzenetter an seinem Besuchstag im Vogelsbergkreis ansteuerte. Der Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege attestierte denn auch, dass es sich um „eine hochwertige klassizistische Brücke“ handelt. Die Schäden an der Brücke erfordern eine Instandsetzung. Dr. Harzenetter hielt eine finanzielle Unterstützung für denkmalpflegerische Aufwendungen für denkbar und sagte zu sich hierfür einsetzen. Mit dabei waren auch Martin Wedler und Thomas Hahn als Vertreter der Stadt Schlitz sowie Ortsvorsteher Willy Kreuzer, dem die Sanierung der Brücke ebenfalls am Herzen liegt.

Für Landrat Manfred Görig und Baudezernent Heinz Geißel geht es neben einer denkmalgerechten und funktionsgerechten Lösung auch um die Bezahlbarkeit der Baumaßnahme. Die Brücke sollte nach einvernehmlicher Abstimmung der Planung schon im vergangenen Jahr erneuert werden. Die zugesagte Förderung von Hessen Mobil wurde jedoch von der Zentrale in Wiesbaden wieder zurückgezogen. „Eine Sanierung der Brücke, die auch eine geringe Verbreiterung der Fahrbahn beinhaltet, damit schwere Erntegeräte und Radfahrer sie passieren können, dürfte rund 400 Tausend Euro kosten“, schätzt der Baudezernent. Diese Kosten seien aber ohne Förderung für den Kreis nicht zu stemmen. Bei den Landesstraßen setze man in Wiesbaden auf „Sanierung vor Neubau“ und unterstütze mit Fördermitteln – „leider scheint das nicht für die Sanierung von Kreisstraßen zu gelten“.

Mit einer bedarfs- und denkmalgerechten Planung, einer aktualisierten Aufstellung der Kosten, getrennt nach Brücken- und Fahrbahnstandsetzung und Aufwendungen für die Denkmalpflege will Landrat Görig bei einem Gespräch mit Wirtschaftsminister Al-Wazir Ende Februar einen neuen Versuch unternehmen, um zu einer „vernünftigen und bezahlbaren“ Lösung zu gelangen.