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Kreisseniorenbeirat ist Mitglied in der Landesseniorenvertretung

28.10.2015 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Der Kreisseniorenbeirat ist jetzt Mitglied in der Landesseniorenvertretung Hessen e.V. – der Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Friedel Rau (rechts) überreichte Landrat Manfred Görig (Vorsitzender) die Mitgliedsurkunde. Foto: Gabriele Richter, Pressestelle Vogelsbergkreis.

„Gesundheitliche Versorgung ist Teil der Daseinsvorsorge“

Der Kreisseniorenbeirat des Vogelsbergkreises ist jetzt Mitglied in der Landesseniorenvertretung Hessen e.V. Deren Vorsitzender, Friedel Rau, war eigens aus Südhessen zur Sitzung nach Lauterbach angereist, um Landrat Manfred Görig die Mitgliedsurkunde zu überreichen und den Vogelsberger Seniorenbeirat als neues Mitglied willkommen zu heißen. Weiteres Thema der Sitzung waren die Anstrengungen der Verwaltung zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung.

Schon vor 30 Jahren war die Landesseniorenvertretung gegründet worden, berichtete Rau, und gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung zeigte er sich davon überzeugt, dass die größer werdende Zahl älterer Menschen sich auch zunehmend einbringt und sich gesellschaftlicher Fragen annimmt. Der Vogelsberger Seniorenbeirat ist das inzwischen 135. Mitglied der hessenweiten Interessenvertretung. Die überwiegende Zahl der Mitglieder sind aber keine Kreise, sondern Beiräte auf der Ebene von Städten und Gemeinden. Rau lud herzlich zur Mitarbeit ein und verwies auf die Angebote der Landesseniorenvertretung, die von thematischen Treffen bis zum gemeinsamen Besuch von Einrichtungen reichen.

Im Mittelpunkt der Seniorenbeiratssitzung stand ein Vortrag von Dr. Sigrid Stahl von der Fachstelle Gesundheitliche Versorgung am Gesundheitsamt. Dr. Stahl erinnerte daran, dass der Vogelsbergkreis mit Landrat Manfred Görig an der Spitze die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung als wichtigen Teil der Daseinsvorsorge verstehen und konkrete Verbesserungen erreichen wollen. Die Herausforderungen sind groß und vielfältig. Als Stichworte nannte sie die alternde Bevölkerung mit dem einhergehenden Wandel des Krankheitsspektrums, insbesondere der Zunahme demenzieller Erkrankungen, aber auch die Altersproblematik bei den niedergelassenen Ärzten und den dadurch drohenden Ärztemangel. Nach einer ersten, im Jahr 2010 vom Familienbündnis initiierten Gesundheitskonferenz sind mit dem Weiterbildungsverbund für Allgemeinmedizin und dem Aus- und Weiterbildungspaket mit dem Titel „Medizin Plus“ bereits erste Maßnahmen eingeleitet worden.

In der kürzlich durchgeführten zweiten kreisweiten Gesundheitskonferenz sind Themen wie Sicherung der ärztlichen Versorgung, Gutes Leben mit Demenz, Palliativ- und Hospizversorgung, Neue Wege in der Pflege sowie Mobilität und Gesundheit bearbeitet worden. Um weiter intensiv an der Lösung der anstehenden Aufgaben zu arbeiten, war im Juni auf Kreisebene die „Lenkungsgruppe Gesundheit“ gegründet worden. Klar ist, dass man sich um Fördergelder bemühen muss, um Modellvorhaben auf den Weg zu bringen. Einhellig begrüßten die Seniorenvertreter den eingeschlagenen Kurs des Kreises, wobei Dr. Liller anmerkte, dass es für die weitere Entwicklung sehr hilfreich wäre, wenn es in Sachen ärztlicher Versorgung ein Vorzeigeprojekt im Kreis gäbe.

Abschließend teilte Landrat Görig mit, dass er für den Seniorenbeirat gegenüber dem Amt für den ländlichen Raum und Daseinsvorsorge die Unterstützung für ein Modellvorhaben zur langfristigen Sicherung von Versorgung und Mobilität im ländlichen Raum erklärt hat. Der Schwalmtaler Seniorenvertreter Ewald Hofmann berichtete, dass Ende September ein Nachbarschaftshilfeverein mit rund 40 Mitgliedern an den Start gegangen sei. Die Grebenhainer Vertreterin Gerda Bauer ergänzte, dass fast zeitgleich auch in ihrer Gemeinde ein solcher Verein gegründet worden sei.