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Hauptjagdsaison beginnt - Hinweise der unteren Jagdbehörde

27.10.2015 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Im Zeitraum von Oktober bis Januar liegt die Hauptjagdsaison. Im Herbst und frühen Winter finden dann Bewegungsjagden statt – auch Treib- oder Drückjagden genannt. Dabei ist die Sicherheit für die Jagdausübenden, Treiber und Jagdhunde genauso wichtig wie für Waldbesucher.

Rot umrandete Dreiecke mit Aufdrucken wie „Treibjagd“ oder „Vorsicht Jagd“ machen an Straßen sowie Wald- und Feldwegen auf Bewegungsjagden aufmerksam. Ebenfalls Flatterbänder mit entsprechenden Hinweiszetteln können auf eine Jagd hindeuten. Die untere Jagdbehörde des Vogelsbergkreises bittet Spaziergänger, Jogger, Reiter und andere Naturfreunde, die Warnschilder zu beachten.

Auf Sicherheit im Jagdbetrieb wird in der jagdlichen Ausbildung und Praxis allergrößter Wert gelegt. Um Jagdteilnehmer und Unbeteiligte vor Gefahren zu schützen, gelten strenge Regeln. Insbesondere bei Bewegungsjagden müssen sich alle an der Jagd unmittelbar Beteiligten durch signalfarbene Kleidung deutlich von der Umgebung abheben. Das Jagdgebiet ist für Erholungssuchende in der Regel gekennzeichnet und das Schussfeld für jeden einzelnen Schützen genau festgelegt. Hochsitze und erhöhte Stände sorgen dafür, dass Schüsse in Richtung Boden abgegeben werden. Der Erdboden dient als natürlicher Kugelfang.

Bei Bewegungsjagden ziehen zahlreiche Treiber und Hunde langsam durch den Wald. Durch die dabei entstehende Unruhe werden Rehe, Wildschweine und Co. auf die „Läufe“ gebracht und ohne Hast in Richtung der Schützen „gedrückt“. So haben die Jägerinnen und Jäger die Möglichkeit, Alter, Geschlecht und Konstitution der Wildtiere besser zu erkennen und einen Schuss sicher zu platzieren.

Ohne Bejagung würden sich beispielsweise Pflanzenfresser wie Reh- oder Rotwild in unserer Kulturlandschaft stark vermehren und Bäume im Wald schädigen. Besonders beim Wildschweinbestand wird in dieser Zeit effektiv eingegriffen. Mit den Bewegungsjagden erfüllen Jägerinnen und Jäger einen Großteil der amtlichen Abschusspläne und produzieren dabei Wildfleisch, ein hochwertiges Nahrungsmittel aus nachhaltiger Nutzung. Wer heimisches Wildbret genießen will, wendet sich am besten an eine Jägerin oder einen Jäger in Wohnortnähe oder an das zuständige Forstamt.