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EU-Führerscheine: Was ändert sich bei Klasse 3 ?

20.11.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

EU-Führerscheine: Was ändert

 

sich bei der Klasse drei?

Verkehrsbehörde im Landratsamt steht

 

beratend zur Seite - Fristen beachten

VOGELSBERGKREIS ( ). Das Landratsamt in Lauterbach gibt weitere wichtige Informationen zu den neuen EU-Führerscheinen, diesmal zu der bisherigen Klasse drei. Die Umstellung der bisherigen Fahrerlaubnisklassen ist zur Zeit noch freiwillig, teilt Regierungsdirektor Siegfried Simon mit. Die alten Rechte aus der bisherigen Fahrerlaubnis bleiben grundsätzlich erhalten und werden bei der Umstellung auf die neue/n Fahrerlaubnisklasse/n entsprechend berücksichtigt.

Einschränkungen ergeben sich allerdings für die Klassen 2 und 3 ab Vollendung des 50. Lebensjahres. Da der Druck der neuen EU-Kartenführerscheine durch die Bundesdruckerei in Berlin einige Wochen dauern kann, ist eine frühzeitige Antragstellung empfehlenswert. Wer einen neuen EU-Führerschein benötigt, muss persönlich in der Verkehrsbehörde des Landratsamtes in Lauterbach, Rimloser Straße 29, vorsprechen und dort eigenhändig seine Unterschrift leisten. Vorgelegt werden müssen ein neues Passfoto, der Personalausweis und der bisherige Führerschein.

Spezielle Hinweise für Inhaber der Klasse 3 -

 

Verkehrsbehörde berät im persönlichen Gespräch

Inhaber der Fahrerlaubnis Klasse 3 erhalten bei der Umstellung neben der Fahrerlaubnis der Klasse B + BE auch die Klassen C1 + C1E. Mit dieser Fahrerlaubnis dürfen Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht und Züge bis 12 Tonnen geführt werden.

Inhaber der Fahrerlaubnis der Klasse 3, die vor dem 31.12.1949 geboren wurden und bisher Züge bis maximal 18,5 t geführt haben, müssen im Rahmen einer Übergangsregelung die Fahrerlaubnis der Klasse 3 auf die Klasse CE (beschränkt auf Züge bis max. 18,5 t) bis zum 31.12.2000 umstellen lassen, wenn diese Berechtigung nicht verfallen soll. Diese "Spezialklasse" muss gesondert beantragt werden.

Für Inhaber der Fahrerlaubnis der Klasse 3, die ab dem 01.01.1950 geboren wurden und bisher Züge bis max. 18,5 t geführt haben, erlischt die Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen der Klasse 3 bis max. 18,5 t mit Vollendung des 50. Lebensjahres. Dieser Personenkreis muss also seine Fahrerlaubnis bis zum 50. Geburtstag auf den Kartenführerschein mit der Klasse CE (beschränkt auf Züge bis max.18,5 t) umstellen. Wird die Umstellung schon vor Erreichen dieser Altersgrenze beantragt, kann die Berechtigung zum Führen von Kraftfahrzeugen der Klasse 3 (neu Klasse CE beschränkt auf 18,5 t) bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres erteilt werden. Auch in diesem Fall muss diese "Spezialklasse" extra beantragt werden.

Im Zuge der Umstellung der Fahrerlaubnis der Klasse 3 auf die Klasse CE (beschränkt auf Züge bis max. 18,5 t) wird diese ab dem 50. Lebensjahr auf fünf Jahre befristet. Verlängerungen um jeweils weitere 5 Jahre sind möglich. Die Verlängerung sollte rechtzeitig beantragt werden. Die Umstellung ab dem 50. Lebensjahr und jede Verlängerung erfordern die Vorlage eines augenärztlichen Gutachtens und einer Bescheinigung über eine ärztliche Eignungsuntersuchung. Eine Sehtestbescheinigung reicht nicht aus.

Mit dem bisherigen Führerschein der Klasse 3 (altes Dokument) dürfen ab Vollendung des 50. Lebensjahres keine in die Klasse CE fallenden Fahrzeugkombinationen/Züge geführt werden.

Sonderklasse T - Landwirtschaft

In der Land-/Forstwirtschaft tätige Personen können außerdem die Erteilung der Klasse T beantragen (Land- oder forstwirtschaftliche Zugmaschinen mit einer durch die Bauart bestimmten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 32 km/h. bis max. 60 km/h.). Hierzu ist eine Bescheinigung des zuständigen Ortslandwirtes, Kreisbauernverbandes oder des ARLL vorzulegen.

Noch Fragen ?

Für nähere Einzelheiten stehen Ihnen die Mitarbeiter der Fahrerlaubnisbehörde unter den Telefonnummern 06641/977-966, 977-976, 977-965 oder in einem persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung.