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Landrat Görig: „Die Zukunft des Wirtschaftsraums Vogelsberg gemeinsam gestalten“ - Unternehmerdialog

25.09.2015 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Wie kann die Zukunft des Wirtschaftsraums Vogelsberg aussehen? Landrat Görig (links) hatte zum Unternehmerdialog eingeladen, Jens Ihle vom Regionalmanagement Mittelhessen (rechts) präsentierte einen Imagefilm der Region. Moderator des Abends war Bernd Kunzelmann, Bereichsdirektor Kommunikation der Sparkasse Oberhessen. Fotos: Gabriele Richter, Pressestelle Vogelsbergkreis.

Austausch zu Image, Demografie, Fachkräfte

Gemeinsam mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus allen Wirtschaftsbranchen hat Landrat Manfred Görig beim Unternehmerdialog darüber beraten, wie Politik und Wirtschaft den Wirtschaftsstandort Vogelsberg stärken und noch besser nach außen vermarkten können. Fragen nach der zukünftigen Positionierung und Profilierung der Region, nach der Sicherung des Fachkräftebedarfs und nach guten Ideen für einen Imagewechsel standen im Zentrum der Veranstaltung im Romröder Bürgerhaus.

Der Landrat sieht den Kreis auf einem guten Weg – die sehr guten Zahlen bei den wichtigsten volkswirtschaftlichen Parametern und bei der Arbeitslosenstatistik zeigten dies. Produktivität und Wirtschaftskraft sind gestiegen, die Zahl der Arbeitslosen ist im Vogelsbergkreis die drittkleinste hessenweit. Besonders der Breitbandausbau liege ihm sehr am Herzen, betonte Görig. Als Geschäftsführer der Breitbandinfrastrukturgesellschaft bigo versicherte er den Unternehmern, dass man auf einem guten Weg sei und der Ausbau solle in der Zeit von 2016 bis 2018 erfolgen.

Mit dem Imagefilm der Region Mittelhessen, den die Regionalmanagement Mittelhessen GmbH hatte produzieren lassen, warb deren Geschäftsführer Jens Ihle dafür, „Region größer zu denken“ – nicht auf einen Landkreis sondern mindestens fünf Kreise bezogen ein gemeinsames Profil zu schärfen und nach außen zu zeigen. Unterschiedliche Sichtweisen von Industrie- und Handwerksbetrieben dazu wurden ebenso diskutiert wie die Frage nach Besonderheiten der Region, die sich zum Aufbau bzw. der Veränderung des allgemeinen Images verwerten ließen. Auch die demografische Entwicklung und der dadurch unausweichliche Fachkräftebedarf regte zu Überlegungen an, mit welchen Methoden junge Menschen und Fachkräfte in der Region zu halten – oder noch besser – von außen in die Region zu locken und hier zu halten sein könnten.

Was könnten Zukunftstechnologien sein, die modellhaft im Vogelsbergkreis etabliert werden können? Sollte es steuerliche Vergünstigungen für Menschen geben, die sich in einer ländlichen Region niederlassen, wie der Schlitzer Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer vorschlug. Oder könnten durch die Etablierung von Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten weitere Fachkräfte generiert und für die Firmen des Kreises akquiriert werden? Einige gute Ideen, Vorschläge und Denkansätze wurden bei dieser Auftaktveranstaltung gesammelt. Sie sollen vor allem der Vereinbarung gemeinsamer Strategien dienen. Es soll zu weiteren Treffen eingeladen werden, um an den gefundenen Themenschwerpunkten weiter zu arbeiten.

Die gesammelten Themen aus dem Unternehmerdialog.

Tom Giessler (STI) sieht in den Jahren 2020 bis 2030 einen enormen Fachkräftebedarf, um den demografisch bedingten Verlust an Fachpersonal aufzufangen.

Für welche Zukunftstechnologie könnte der Vogelsberg Modellregion werden? Diese Frage stellte Helmut Euler, Vorstandschef der VR Bank Hessenland (Bildmitte).