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Marx: Jugendarbeit ist Beitrag gegen Radikalismus

16.11.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

Marx: Jugendarbeit der Verbände

ist Beitrag gegen Radikalismus

Vogelsberger Jugendhilfe unterstützt Workshop-Ausstattung - Jugendleiter-Card soll Ehrenamtlichkeit motivieren

VOGELSBERGKREIS ( ). Landrat Rudolf Marx betonte bei der Übergabe von fünf Moderatorenkoffern und -Wänden an die kirchlichen Jugendverbände, die Sportjugend und die Kreisjugendfeuerwehr vor wenigen Tagen in Frischborn die Bedeutung der verbandsgebundenen Jugendarbeit im Vogelsbergkreis. Mit dieser Arbeit würden auch Randgruppen in der Gesellschaft erreicht. Marx stellte heraus, dass man eine gezielte Jugendarbeit mit dazu beitrage, dass der Weg in den Radikalismus der falsche sei. Die überreichten Materialien dienen der Durchführung von Workshops und Vorträgen.

Die verbandsgebundenen Jugendverbände im Vogelsbergkreis wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten, erläuterte Jugendhilfeplan-Koordinator Werner Filzinger bei dem Treffen in Frischborn. Als erste konkrete Maßnahme wurde im nächsten Frühjahr ein gemeinsames Grundlagenseminar für Jugendgruppenleiter und Verantwortliche in den einzelnen Jugendverbänden vereinbart, das auch zum Erwerb der Jugendleitercard berechtigt. Gudrun Neher vom Landessportbund Hessen, der diese Ausbildung anbietet, informierte über Einzelheiten dieser Ausbildung.

In Verbindung mit dem Erwerb der Jugendleitercard wurde auch von den Verbandsvertretern die Frage von Vergünstigungen in kommunalen Einrichtungen des Vogelsbergkreises erörtert. Dabei wurde festgestellt, dass dies in anderen Bundesländern schon wesentlich weiter vorangeschritten sei als in Hessen. Auch werde im Vogelsbergkreis von vielen Bürgermeistern die Befürchtung geäußert, dass mit der Einführung der Jugendleitercard zusätzliche Kosten auf die Städte und Gemeinden zukomme. Diese Befürchtung könne zerstreut werden, da sich die Vergünstigungen wie reduzierter oder freier Eintritt in Museen, Schwimmbäder etc. lediglich auf die Besitzer der Jugendleitercard reduziere und nicht auf die in ihrer Begleitung befindlichen Jugendlichen. Landrat Rudolf Marx wurde dies vorgetragen mit der Bitte, die Problematik in einer Bürgermeisterdienstversammlung vorzutragen.

Nach den Erläuterungen von Gudrun Neher kamen die einzelnen Jugend-verbandsvertreter überein, künftig eine gemeinsame Ausbildung anzustreben, wobei einzelne Verbände auch ihre eigene Arbeit vorstellen sollen. Bis Januar 2001 wollen sich die einzelnen Jugendverbände mit einer gemeinsamen Lehrgangskonzeption beschäftigen, die dann bei einem weiteren Treffen am 6. Januar 2001 im Feuerwehrhaus Frischborn beraten werden soll. Der eigentliche Lehrgang wird dann voraussichtlich im April an mehreren Wochenenden durchgeführt werden.

Der Landrat dankte Jugendhilfeplankoordinator Filzinger für dessen Engagement in der Jugendarbeit, hob die Bedeutung des vom Kreis finanzierten Ausbildungsmaterials hervor und machte auf ein möglichst frühes Engagement von Kindern und Jugendlichen in der Jugendarbeit aufmerksam. Landrat Marx versprach auch, sich dafür einzusetzen, die Sitzungen für den Jugendhilfeausschuss auf Bitten der Jugendverbände zeitlich an den Nachmittagen später ansetzen zu lassen, damit eine Teilnahme von Vertretern der Jugendorganisationen auch möglich ist. Die Jugendverbandsvertreter beschäftigten sich auch mit der zukünftigen Rolle des Kreisjugendringes, dem wieder eine größere Rolle bei der Vertretung der Interessen der in ihm zusammengeschlossen Jugendgruppen zukommen soll.