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Dr. med. Ingrid Kaysser aus Psychiatrie-Beschwerdestelle verabschiedet

19.08.2015 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Renate Meudt (links) dankt Dr. Ingrid Kaysser für ihr ehrenamtliches Engagement in der Psychiatrie-Beschwerdestelle. Foto: Vogelsbergkreis.

Ehrenamtliches Angebot von Kreis und gemeindepsychiatrischem Verbund soll weitergeführt werden

Seit über 20 Jahren arbeiten psychiatrische Einrichtungen und Dienste im Vogelsbergkreis auf der Grundlage einer gemeinsamen Vereinbarung besonders eng zusammen. Ziel ist es, die Versorgung von Menschen zu verbessern, die psychisch erkrankt sind oder Suchtprobleme haben. Die Angebote dieses gemeindepsychiatrischen Verbundes reichen von der Kontakt- und Beratungsstelle, an die man sich mit seinen Problemen kostenlos und auf Wunsch anonym wenden kann, über stationäre Behandlungsmöglichkeiten bis hin zur geschlossenen Unterbringung, wenn Betroffene besonderen Schutz und intensive Hilfe brauchen.

Im Jahr 2010 wurde beschlossen, den Menschen, die die psychiatrischen Angebote nutzen, eine neutrale Anlaufstelle zu bieten, an die sie sich bei Beschwerden wenden können. Im Ergebnis konnte mit Unterstützung des Gesundheitsamtes eine ehrenamtlich besetzte Beschwerdestelle eingerichtet werden. Als Glücksfall bezeichneten es die Initiatoren, dass mit der Medizinerin Dr. Ingrid Kaysser eine kompetente, erfahrene und engagierte Fachfrau für das Projekt gewonnen werden konnte. Sie war gerade nach langjähriger Tätigkeit im psychiatrischen Bereich in den Ruhestand getreten. Der Kreis sorgte mit der telefonischen Erreichbarkeit, einem Anrufbeantworter, einer Post- und E-Mailadresse sowie einem Besprechungsraum im Gesundheitsamt für die nötigen Rahmenbedingungen.

Nach fast fünfjähriger Tätigkeit als ehrenamtliche Ansprechpartnerin der Beschwerdestelle wurde Dr. Kaysser jetzt im Kreis der fachlichen Leiter der psychiatrischen Einrichtungen und Dienste verabschiedet. Sie wolle ihrer neuen Rolle als Großmutter besser gerecht werden, hatte sie wissen lassen. Renate Meudt, Leiterin des Gesundheitsamtes, dankte Dr. Kaysser für ihr Engagement und überreichte ihr ein Abschiedsgeschenk. Zufrieden nahmen die Fachleute den abschließenden Bericht aus der Beschwerdestelle entgegen. Denn nach Darstellung von Dr. Kaysser habe es sich eher um kleinere Beschwerden gehandelt, denen sie habe nachgehen müssen. Häufig hätten die Menschen, mit denen sie in Kontakt gekommen sei, einfach nur einen weiteren Ansprechpartner gebraucht, um über ihre oft schwierige persönliche Situation zu sprechen.

Bis ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Dr. Kaysser gefunden ist, bleibt die Erreichbarkeit der unabhängigen Beschwerdestelle weiterhin gesichert. So ist eine Kontaktaufnahme nach wie vor möglich unter 0160-99242806 oder unter psych-beschwerde(at)vogelsbergkreis.de. Abschließend sicherte Renate Meudt dem Projekt weiterhin die Unterstützung des Kreises und insbesondere des Gesundheitsamtes zu.