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Informationen im Kreis-Seniorenbeirat zu Rettungsdienst und den Abläufen

17.07.2015 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Im Kreis-Seniorenbeirat stellte Sachbereichsleiter Jürgen Schad die Abläufe im Rettungsdienst vor: rund 18.600 Einsätze sind es pro Jahr, Abläufe und Technik wurden verbessert. Foto: Gabriele Richter, Pressestelle Vogelsbergkreis

Landrat Görig: „Wir haben schon Verbesserungen erreicht“

Wie der exakte Ablauf von der Alarmierung der Leitstelle bis zur Anmeldung des Patienten und sein Transport in ein Krankenhaus aussieht, erfuhren die Mitglieder des Kreis-Seniorenbeirats in der vergangenen Sitzung. Ein Kurzfilm der Leitstelle zeigte dies besonders anschaulich, aber auch vom Fachbereichsleiter Rettungsdienst Jürgen Schad gab es interessante Zahlen und Erklärungen zum Thema. Bei der Einhaltung der 10-Minuten-Hilfsfrist war der Vogelsbergkreis lange Zeit Schlusslicht in Hessen – geschuldet auch der Tatsache, dass der Vogelsbergkreis ein Flächenkreis ist und hier oft lange Wege zurückzulegen sind. „Wir haben aber schon einige Maßnahmen ergriffen und deutlich aufgeholt“, so Landrat Manfred Görig, „und wir arbeiten derzeit an weiteren Verbesserungen.“ 

Aktuell gibt es im Kreis zehn Rettungswachen, wovon bis auf die Tagwachen in Freiensteinau und Grebenau alle rund um die Uhr besetzt sind. An drei Standorten – Alsfeld, Lauterbach und Ulrichstein – sind Notfalleinsatzfahrzeuge (NEF) stationiert. Bei Engpässen können drei Rettungwagen (RTW) als Rettungsdienstverstärkung alarmiert werden, die von Alsfeld, Lauterbach und Schotten aus starten. „Eine enorme Verbesserung hat auch die Doppelbesetzung der Leitstelle und die Einführung des Alarmierungssystems ‚Rescue Track‘ gebracht“, berichtete der Fachbereichsleiter weiter. Dieses System übergibt die relevanten Einsatzdaten wie Ort, Straße, Name des Patienten, Krankheitsbild oder Verletzungsmuster und die genauen Koordinaten aus dem Einsatzleitrechner und schickt sie direkt an das Navigationssystem der Einsatzfahrzeuge, so dass das Einsatzpersonal all relevanten Daten sieht und durch das Navigationssystem punktgenau geleitet wird. Lästiges und zeitraubendes Suchen und Kartenstudieren entfällt. Auch die Alarmierungs- und Ausrückezeiten wurden überprüft und Abläufe bei Einsätzen verbessert. 

Um die Rettungsdienststrukturen im Kreis zu verbessern, wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben, dessen abschließende Fassung noch nicht vorliegt. Aber: „Nach ersten Verhandlungsgesprächen mit den Kostenträgern konnten wir erreichen, dass kurzfristig die Vorhaltung im Bereich Lauterbach und Alsfeld um jeweils einen 24-Stunden-RTW erhöht wird. Die Fahrzeuge werden derzeit mit medizinischen und technischen Geräten ausgestattet“, teilte Görig mit.

"Ein Tag Urlaub von der Pflege" im September 

Einen Tag „Urlaub von der Pflege“ stellte Monique Abel vom Pflegestützpunkt Vogelsbergkreis vor. Das Angebot richtet sich an Personen, die zuhause Angehörige pflegen. „Es soll ein Tag Pause von der Pflege sein, an dem man sich mit anderen austauschen kann und in lockerer Atmosphäre Informationen zu ehrenamtlichen Hilfsangeboten erhält“, erklärte sie. Insgesamt drei solcher „Pausentage“ soll es geben, der erste findet an einem Samstag im September im Vogelpark Schotten statt. Zwei weitere Termine sind für nächstes Jahr in Antrifttal und Freiensteinau vorgesehen. 

Der Seniorenvertreter aus Gemünden berichtete von einer gelungenen Schulung von 75 Seniorinnen und Senioren: Sie alle hatten eine Polizistin zum Thema „Autofahren im Alter“ zu Gast, die wichtige Tipps und Hinweise gegeben habe. Bei den Lautertaler und Ulrichsteiner Senioren gab es einen gemeinsamen Ausflug an die Mosel – „Wir haben interkommunale Zusammenarbeit praktiziert“, schmunzelte der Ulrichsteiner Vertreter Momberger. Am Ende der Sitzung kündigte Landrat Görig an, dass der Vogelsberger Kreis-Seniorenbeirat nun Mitglied im Landes-Seniorenbeirat ist und auf der nächsten Beiratssitzung eine Urkunde erhalten soll.