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Ausbildung mit Herz und Charakter - Festakt zum 30-jährigen Jubiläum der Altenpflegeschule

27.04.2015 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Manfred Görig, die ehemalige Schulleiterin Monika Luh und ihr Nachfolger Thomas Müller (v.l.) enthüllten gemeinsam das Namensschild vor dem Gebäude der Altenpflegeschule: Sie trägt jetzt den Namen „Vogelsberger Pflegeakademie“. Fotos: Gabriele Richter, Pressestelle Vogelsbergkreis.

Neuer Name, neuer Standort, neuer Schulleiter

Gleich mehrere Anlässe gab es für den Festakt der Altenpflegeschule in Alsfeld: Sie feierte ihren 30. Geburtstag, ist jetzt am neuen Standort im ehemaligen BGS-Gelände Am Ringofen zuhause, hat mit Thomas Müller einen neuen Schulleiter und trägt einen neuen Namen: „Vogelsberger Pflegeakademie“. Landrat Manfred Görig sprach in seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender des Vereins für Berufsausbildung – dem Träger der Einrichtung – zu den Gästen. Er bescheinigte der Schule eine hervorragende Arbeit, mit der in der 30-jährigen Vergangenheit rund 1200 Fachkräfte in der Altenpflege qualifiziert worden sind. „Fachkräfte in der Altenpflege werden gebraucht und gesucht, sie sind für unsere Gesellschaft unverzichtbar“, betonte er und sprach von „tiefem Respekt für diese unverzichtbare Tätigkeit“.  

Görig blickte zurück auf die Stationen der Altenpflegeschule, die mit dem Unterricht vor 30 Jahren in den Räumen der Max-Eyth-Schule begonnen hatte. Danach wurde in der Krankenpflegeschule unterrichtet, später dann im alten Fabrikgebäude in der Georg-Dietrich-Bücking-Straße, bevor zum Jahresbeginn der Umzug ins ehemalige BGS-Gelände erfolgte. Viele weitere Ehrengäste reihten sich in die Schar der Gratulanten ein: Dr. Wolfgang Dippel, Staatssekretär im hessischen Sozialministerium, der Erste Stadtrat Jürgen Udo Pfeiffer, die stellvertretende Vorsitzende im VdK-Kreisverband Alsfeld und Edwin Giese für die Kreishandwerkerschaft. Durch alle Ansprachen zogen sich Begriffe wie „Herz und Hand“ oder „Herz und Charakter“ als wichtige Eigenschaften für Personen, die professionell in der Altenpflege arbeiten.  

Aber auch ins Leitbild der Schule gehören diese Worte: Thomas Müller unterstrich, dass es bei der Ausbildung nicht nur um die Wissensvermittlung gehe, sondern „es geht auch darum Herz und Charakter zu bilden“. Er will fortführen, was seine Vorgängerin Monika Luh in ihrer 17-jährigen Schulleiterfunktion bereits vorgelebt hat. „Mein Kind ist mit 30 Jahren längst erwachsen“, sagte Monika Luh, „aber anders als im normalen Leben geht nicht das Kind aus dem Haus sondern ich.“  

Nach Blumen für die scheidende Schulleiterin und gelungenen Sketchen von Schülerinnen und Schülern zu Themen wie „Pflege in der Zukunft“ oder „Alter braucht Zeit“ ging es zum letzten Programmpunkt vor das Gebäude. Dort wurde von Manfred Görig gemeinsam mit ehemaliger Schulleiterin und aktuellem Schulleiter ein Metallschild enthüllt – mit dem Namen „Vogelsberger Pflegeakademie“. Ein Name, der das Profil der Schule stärken soll und der „moderner, prägnanter, inhaltlich beweglicher ist“, so Görig. Er soll Spielraum für zukünftige Ausbildungsgänge im sozialen und pflegerischen Sektor geben.

Staatssekretär Dr. Dippel weiß, dass "dieses Berufsfeld sehr viel mit Wertschätzung zu tun" hat - seine Frau arbeitet im Pflegebereicht.

Für Monika Luh gab es Blumen zum Dank und zum Abschied

"Alter braucht Zeit" - die Aussage passt in vielerlei Hinsicht.

Schülerinnen und Schüler bei einem ihrer Sketche

Von der Stadt Alsfeld gab es ein Bild vom Alsfelder Rathaus für Schulleiter Thomas Müller.

Das Team der "Vogelsberger Pflegeakademie" mit Staatssekretär Dr. Dippel (vorne, 2.v.l.).