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Eichenallee zum Tempelberg: Umweltdezernent Geißel begrüßt Aktion für ein besonderes Naturdenkmal

27.04.2015 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Die Eichenallee zum Tempelberg bei Schlitz wurde mit drei jungen Eichenbäumchen ergänzt. Um den Erhalt der Allee kümmern sich außer Hessen Forst auch die Stadt Schlitz mit dem städtischen Bauhof und die Untere Naturschutzbehörde des Vogelsbergkreises. Fotos: Gabriele Richter, Pressestelle Vogelsbergkreis.

Bäume gepflanzt - Naturschutzbehörde, Hessen Forst und Stadt sorgen für den Erhalt der Eichenallee zum Tempelberg in Schlitz

Umweltdezernent Heinz Geißel begrüßt die gemeinsame Aktion zum Erhalt des besonderen Naturdenkmals. In seinem Auftrag hatte die Leiterin der Naturschutzbehörde, Gudrun Huber-Kreuzer, einen Termin koordiniert, bei dem in Schlitz drei junge Eichen gepflanzt wurden. Der Tempelberg ist einer der zwei „Hausberge“ von Schlitz, auf der linken Seite gelegen, wenn man Schlitz in Richtung Pfordt verlässt. Die Eichenallee zum Tempelberg, die ursprünglich einmal 69 Eichen zählte, wurde nun in einer gemeinsamen Aktion von Unterer Naturschutzbehörde, Hessen Forst als dem Eigentümer und der Stadt Schlitz mit drei jungen Bäumen nachbestückt.  

„Wir pflanzen heute drei junge Eichen, weitere vier bis fünf stehen noch im Wald für eine spätere Ergänzung.“ Auch zukünftig soll an der Pflege und dem Erhalt gearbeitet werden, „damit unsere Nachfahren in 150 Jahren ebenso stattliche Bäume hier vorfinden wie wir“, versprach der stellvertretende Forstamtsleiter von Burghaun, Norbert Diener. Hessen Forst fühle sich in besonderem Maße verpflichtet, die schöne Allee wieder zu komplettieren.  

Diener dankte Susanne Jost von der Unteren Naturschutzbehörde dafür, dass sie alle beteiligten Interessengruppen zusammengebracht hat. Sein Dank galt auch der Stadt Schlitz für die großzügige Unterstützung durch die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs. Sie haben dafür gesorgt, dass der Fußweg zwischen den Bäumen wieder begehbar ist für jeden, der dort entlang zur Grillhütte „in der Kahl“ laufen möchte. Und auch das Beet für die Neupflanzungen wurde von Bauhofleiter Achim Kokel und seinen Männern vorbereitet.  

Für Bürgermeister Jürgen Schäfer ist die Eichenallee zum Tempelberg eine besonders schöne. „Wir profitieren in Schlitz natürlich von den Grafenfamilien, die über Jahrhunderte hier gewirkt haben und Lust an der Wald- und Gartengestaltung hatten. Dafür können wir im Nachhinein noch dankbar sein.“ Das Stadtoberhaupt hofft außerdem, dass der Eigentümer Hessen Forst auch zukünftig genügend Geld für die Pflege zur Verfügung hat – schließlich gebe es im Fall eines solchen Naturdenkmals keine Holzernte sondern lediglich Pflegekosten.  

Auf eine Besonderheit wies Gudrun Huber-Kreuzer von der Unteren Naturschutzbehörde hin: Die enge Bepflanzung mit nur sechs Metern Abstand zwischen den Eichen als ein Stilelement, das eine besondere Raumgestaltung des Weges bewirkt. Es habe auf alten Handelswegen viele solcher Alleen gegeben, überwiegend entlang der Straßen. „Leider verschwinden diese immer mehr und können wegen einem einzuhaltenden Mindestabstand zur Straße auch nicht wieder ersetzt werden“, bedauerte sie. Bei der Eichenallee zum Tempelberg sei dies aber möglich und auch lohnenswert – schließlich werden die Bäume mitunter 300 bis 400 Jahre alt und „es ist ein besonderes Gefühl, zwischen diesen mächtigen Eichen entlang zu gehen“.

Die Untere Naturschutzbehörde hat an beiden Enden der Eichenallee informative Tafeln aufstellen lassen.