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Görig: „Wir haben erreicht, dass die Sparkassen-Filiale in Nieder-Ohmen nicht komplett geschlossen wird"

01.04.2015 Von: Pressestelle Vogelsbergkreis

Eigentlich sollte es vier Schließungen geben: Drei Schließungen im Wetteraukreis, in Mücke ist es jetzt nur eine Umwandlung geworden

Landrat Manfred Görig dankt dem Mücker Bürgermeister Matthias Weitzel (beide SPD) für seinen Einsatz, die Schließung der Sparkassen-Filiale in Nieder-Ohmen zu verhindern. Der Vorstand hatte zunächst vier Schließungen in beiden Landkreisen vorgegeben, davon drei im Wetteraukreis.

Die Sparkasse Oberhessen hatte dann jedoch die Schließung in Mücke/Nieder-Ohmen in die Installation einer SB-Filiale umgewandelt, und zwar auch durch die Intervention des Bürgermeisters beim Vorstand, wie Landrat Görig betont.

Beim Vorstand wurde gemeinsam erreicht, dass die Filiale in Nieder-Ohmen nun nicht geschlossen, sondern lediglich umgewandelt werde in eine Selbstbedienungs-Filiale. Nach wie vor existiere die Filiale als Kompetenzzentrum mit Beratungspersonal in Mücke-Flensungen, die auch wegen der Nähe zu Einkaufszentren erheblich stärker besucht sei.

Der Vorwurf der CDU sei offenkundig fadenscheinig und vor allem falsch. Allen seien die Mehrheitsverhältnisse in der Sparkasse Oberhessen im Verhältnis Wetterau zu Vogelsberg bekannt. Die CDU habe hier ihre eigene Verantwortung wohl nicht wahrgenommen und zeige lieber schnell auf andere. Die CDU und die SPD habe im Verwaltungsrat gleich viele Stimmen, nämlich genau jeweils eine. Ob sich der CDU-Kreistagsabgeordnete Rainer Vollmöller im Verwaltungsrat für die Filiale in Mücke eingesetzt habe, müssten die CDU Parteikollegen ihn selbst fragen.

Landrat Görig erläutert, dass die beiden Sparkassen-Bus-Linien im Vogelsbergkreis komplett unverändert erhalten bleiben, während die Sparkasse im Wetteraukreis ihre einzige Linie einstellt. Görig beschreibt auch den Kostendruck durch das zunehmende Onlinebanking am Markt und zeigt Verständnis für Einsparungsmaßnahmen der Sparkasse Oberhessen. Dabei sei es gut, auf die Gegebenheiten und die Interessen der Bevölkerung soweit wie möglich Einfluss zu nehmen, was hier nachweislich erfolgt sei. Bundes- und hessenweit verfüge die Sparkasse Oberhessen nach wie vor über die größte „Pro-Kopf-Dichte" im Verhältnis Einwohner pro Geschäftsstelle. In Hessen seien im Schnitt 6.800 Einwohner auf eine Sparkassen-Filiale bezogen. In Oberhessen sei diese Kundenrelation um fast 14 Prozent besser und liege bei nur 5.900 Einwohnern je Filiale.

Landrat Görig erläutert, was auch künftig für die Kundinnen und Kunden in Nieder-Ohmen möglich ist: SB-Angebot bleibt bestehen mit Geldautomat, Auszugsdrucker und SB-Terminal für Überweisungen. Der Briefkasten für handschriftliche Überweisungsträger wird täglich geleert. Bis zu zweimal pro Monat bietet die Sparkasse auf Nachfrage von Kundinnen und Kunden einen Hol- und Bringservice.

Beratung ist auch zu Hause möglich, auch außerhalb der üblichen Öffnungszeiten. Der telefonische Kundenservice ist von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr erreichbar.

Die bisherigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nicht entlassen worden, sondern verstärken das Team im Kompetenzzentrum Mücke-Flensungen, das bereits jetzt erheblich stärker von der Kundschaft frequentiert worden war.