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Landrat Marx begrüßte neue Altenpflegeschüler

12.10.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

"Alte Menschen brauchen

 

Zuneigung und Geduld"

Landrat Marx begrüßte 26. Kurs in der Altenpflegeschule

VOGELSBERGKREIS ( ). Seit über 13 Jahren bildet die Aenne-und-Konrad-Geisel-Schule in Alsfeld junge Menschen dazu aus, sich professionell um alte Menschen zu kümmern. Landrat Rudolf Marx und Schulleiterin Monika Luh begrüßten vor wenigen Tagen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 26. Kurses. Träger der Altenpflegeschule ist der Verein für Berufsausbildung. Die Ausbildungsverträge haben die jungen Leute mit örtlichen Alten- und Pflegeheimen. Der Landkreis unterstützt die Schule gegenwärtig mit jährlich 185.000 Mark. Gegenwärtig befinden sich 125 Schülerinnen und Schüler in fünf Kursen in der Ausbildung. Seit 1987 kann die Schule 460 Absolventen verzeichnen. Damit gehöre die Altenpflegeschule neben der Krankenpflegeschule zu den ganz wichtigen Ausbildungsstätten im Vogelsbergkreis, betonte der Landrat in Alsfeld.

Landrat Marx appellierte an die Berufsbeginner, es gegenüber den alten Menschen nicht an Geduld, Zuneigung und Ernst-Nehmen fehlen zu lassen. Rudolf Marx dankte Schulleiterin Luh und ihrem Team für ihre professionelle Arbeit. Die späteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt wertet der Landrat positiv. Menschen im unserem Land würden immer älter. Gleichzeitig wachse die Notwendigkeit, den steigenden Bedarf an Fachkräften in der Altenpflege sicherzustellen. Es bestehe derzeit bundesweit ein Mangel an Fachkräften in der Altenpflege.

Wie Schulleiterin Monika Luh anlässlich des Kursbeginns berichtete, arbeitet die Aenne-und-Konrad-Geisel-Schule mit einem Lehrplan, der moderne Pflege- und Therapiekonzepte beinhaltet, die allesamt darauf abzielen, sich ganzheitlich dem alten Menschen zu widmen, ihn in die Pflege miteinzubeziehen, alle Sinnesebene anzusprechen und ihn möglichst umfassend zu aktivieren, um seine Lebensqualität zu verbessern oder zu erhalten. Auch häufig tabuisierte Themenfelder - Tod, Sterben, Ekel, Gewalt in der Pflege, Sexualität im Alter - werden im Rahmen der Ausbildung offen angesprochen. Eine besondere Bedeutung wird dem Training der Pflege und Betreuung von Demenz-Patienten gewidmet. Natürlich gehöre, so Monika Luh, auch der Umgang mit moderner EDV einschließlich Internet im Bereich Pflegeplanung und -Dokumentation zur umfassenden Ausbildung dazu.