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Pro Vogelsberg will Fremdenverkehrsverband ablösen

29.09.2000 Von: Pressestelle Kreisverwaltung Vogelsberg

"Pro Vogelsberg" will seitherigen

Fremdenverkehrsverband ablösen

Gründungsversammlung geplant - Einstimmiges regionales Votum bei Tagung in Schotten - "Das Potenzial der Akteure sichern"

VOGELSBERG ( ). Die Orientierung auf eine neue Konstruktion für eine selbstbewusste touristische Vermarktung der gesamten Region Vogelsberg gewinnt nun deutlich an Dynamik. Seit klar ist, dass sich der seitherige Fremdenverkehrsverband Vogelsberg + Wetterau zum Jahresende auflösen wird, wächst für Politik, Vertreter der Interessenverbände, vor allem aber für die Akteure, die im Wirtschaftssektor Tourismus Geld verdienen wollen, der Handlungsdruck.

Auf einer Fachtagung der Initiative "Pro Vogelsberg" vor wenigen Tagen in Schotten-Betzenrod haben sich die dort versammelten 50 Tourismus-Experten einmütig für eine rasche Vereinsgründung ihres bisherigen Arbeitskreises ausgesprochen.

Am 2. November wird die Gründungsversammlung des Vereins "Pro Vogelsberg" um 19 Uhr im Wappensaal des Schlosses Gedern stattfinden. Willkommen sind dabei Akteure aus allen Bereichen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft, gleich ob Einzelpersonen, Firmen, Vereine oder Verbände.

Wichtigste Ziele: die zuverlässige Einbindung der Akteure, also der Gastronomen, der Hoteliers, der Anbieter aus dem Bereich Ferien auf dem Bauernhof, Reisebüros und aller anderen, die touristische Leistungen erbringen. Dabei sollen die vielen Ideen und bereits erfolgten praktischen Vernetzungen attraktiver Angebote gesichert und kraftvoll ausgebaut werden. Dass das operative Geschäft im betriebswirtschaftlichen und Marketing-Bereich mit Top-Fachleuten gesteuert werden muss, ist der Initiative dabei sehr wichtig. Ebenso bleibe es unverzichtbar, die Kreis- und Kommunalpolitik nachhaltig in die Verantwortung einzubinden.

Neben den vielen positiven Entwicklungen der vergangenen beiden Jahre, in denen Pro Vogelsberg bereits sehr engagiert ehrenamtlich agiert und dabei nahezu 100 Tourismus-Unternehmer und Fachleute eingebunden hat, sollen aber auch die Erkenntnisse und Kontakte des bisherigen Verbandes nicht einfach verloren gehen. Es wurde in Schotten deutlich, dass sehr viele Mitarbeiter der Initiative Pro Vogelsberg auch bisher schon Mitglieder des "alten" FVV waren bzw. sind. Der Geschäftsführerin des Fremdenverkehrsverbandes, Renate Harke, wurde einmütig attestiert, mit den äußerst geringen Ressourcen ein Höchstmaß an positivem Image der Region Vogelsberg vermittelt zu haben. Daran gelte es anzuknüpfen und Neues zu entwickeln.

Von entscheidender Bedeutung ist den Tourismus-Akteuren, sich von den reinen Verwaltungsgrenzen der Landkreise zu lösen. Im Marktgeschehen habe nur die gesamte Region Vogelsberg eine Chance, sich zu positionieren, wie es beispielsweise die Rhön hervorragend geschafft habe.

Deutlich machte man dabei, dass man die hiesige Region auch künftig unter der Marke "Vogelsberg" - verbunden mit dem Vulkanimage - darstellen will.

Großes Verständnis haben die Fachleute für das Bestreben der Politik, die professionelle Tourismusförderung zu privatisieren. Dabei bleibe natürlich die Verantwortung für Kreis und Kommunen bestehen, Geld in die Hand zu nehmen und direkte Wirtschaftsförderung für diesen wichtigen ökonomischen Sektor zu betreiben. Nichts könne nachhaltig besser funktionieren, als Privatisieren so zu verstehen: die Anbieter von touristischen Dienstleistungen, also die Akteure der Tourismusbranche, erhalten über den Verein Pro Vogelsberg direkten Einfluss auf das, was professionell vermarktet werden soll, da nur sie es selber seien, die ja die Angebote "von unten" und oft gemeinsam "erfunden" hätten. Nur das, was wirklich funktioniere, könne langfristig den Kunden als attraktives Angebot offeriert werden.

Die Akteure von Pro Vogelsberg jedenfalls dokumentieren sehr viel Selbstbewusstsein, sich den neuen unverzichtbaren Anforderungen - erst konzeptionelles Binnen-Marketing, dann professionelle positive und engagierte Vermarktung nach draußen - zu stellen.

Weitere Informationen zu Pro Vogelsberg und zur Gründungsversammlung am 2. November gibt es bei der Vogelsberg-Consult GmbH in Lauterbach, Geschäftsführer Thomas Schaumberg, Telefon 06641 / 9646-0, oder im Kultur- und Tourismusbüro der Stadt Laubach bei Dirk Oßwald, Telefon 06405 / 921321.